Belgier Hulsman ebenfalls ausgeschlossen
Voigt stirbt den „Sekundentod“

Nur drei Tage nach seiner Fahrt ins Gelbe Trikot ist für Jens Voigt das Kapitel Tour de France vorzeitig beendet. Der Berliner Profi des CSC-Rennstalls, gezeichnet von einer scheren Bronchitis, absolvierte die Königsetappe am Mittwoch völlig entkräftet und schied wegen einer Zeitüberschreitung von 41 Sekunden aus.

"Ich will heute nur ankommen. In der Nacht hatte ich Schüttelfrost und 40 Grad Fieber", hatte der CSC-Profi vor dem Start am Mittwochmorgen in Courchevel gesagt. Der 33-Jährige hatte die am Sonntag eroberte die Führung im Gesamtklassement bereits am Dienstag auf der ersten Alpenetappe nach dem Ruhetag wieder an Lance Armstrong verloren. Am Mittwoch hatte Voigt 46:43 Minuten Rückstand auf Tagessieger Alexander Winokurow (Kasachstan) vom T-Mobile-Team und fiel damit um 41 Sekunden aus dem Zeitlimit.

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Voigt war bei der Frankreich-Rundfahrt zum achten Mal seit 1998 am Start und erreicht nun Paris zum zweiten mal nach 2003 nicht. Vor vier Jahren hatte der Ausreißerkönig bereits einen Tag das Gelbe Trikot getragen und die damalige Etappe nach Saran gewonnen. 1998 war er erster Träger des Tour-Bergtrikots. Von insgesamt 16 deutschen Profis bei der "Großen Schleife" blieb der gebürtige Mecklenburger als erster auf der Strecke.

Wie Voigt schaffte auch der Belgier Kevin Hulsman vom Quickstep-Team des Hessen Patrik Sinkewitz mit 48:29 Minuten Rückstand auf Winokurow das Zeitlimit nicht.

Aus für Frigo und Nazon

Auch dür die beiden ehemaligen Etappensieger Dario Frigo (Italien) und Jean-Patrick Nazon (Frankreich) war die Tour bei "Halbzeit" beendet. Frigo vom Team Fassa Bortolo wurde nach einem Ampullenfund im Auto seiner Ehefrau wegen Dopingverdacht aus dem Rennen genommen. Ag2r-Kapitän Nazon gab entkräftet auf. Nazon hatte vor zwei Jahren das Tour-Finale auf den Champs-Elysses gewonnen, Frigo 2002 in Cluses triumphiert.

Wie Nazon aussteigen mussten auf den 173km zwischen Courchevel und Briancon auch der Luxemburger Kim Kirchen (Fassa Bortolo) und der Italiener Stefano Zanini (Quickstep). Insgesamt sind jetzt noch 167 von ursprünglich 189 Fahrern im Rennen.

© SID

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