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Bennati holt dritte Etappe der Deutschland-Tour

Der Italiener Daniele Bennati hat die dritte Etappe der Deutschland-Tour 2005 von Bodenmais ins österreichische Kufstein gewonnen. Der Lampre-Profi siegte nach 227,3km im Massenspurt. Sebastian Siedler wurde Dritter.

Mit einer rasanten Verfolgungsjagd ist die Deutschland-Tour in den Alpen angekommen und hat einen Tag vor der schweren "Königsetappe" ihren ersten Massensprint in diesem Jahr erlebt. Das mit 227,3km längste Teilstück der Rundfahrt von Bodenmais nach Kufstein in Österreich gewann der Italiener Daniele Bennati (Lampre) vor seinem Landsmann Filippo Pozzato (Quickstep), der einen Tag zuvor die zweite Etappe gewonnen hatte. Auf den dritten Platz kam der Erfurter Sebastian Siedler vom Team Wiesenhof.

Ullrich wieder im Hauptfeld

Jan Ullrich erreichte wie alle anderen Favoriten zeitgleich mit dem Hauptfeld das Ziel. Schonen konnten sich die Fahrer am Tag vor der schweren Bergankunft oberhalb von Sölden allerdings nicht. "Es war ein sehr hastiger Tag, da merkt man am Ende schon seine Beine", sagte der T-Mobile-Kapitän. Insbesondere in der Schlussphase gab es immer wieder Attacken, die das Tempo bestimmten. Zudem machte erneut Regen das Rennen schwer. "Ich hoffe, dass es jetzt endlich besser wird und die Sonne rauskommt", erklärte Ullrich, dessen Erkältung immer noch nicht ganz abgeklungen ist.

Zuvor hatte das Peloton einen langen Ausreißversuch des Venezolaners Unai Etxebarria vereitelt. Der Routinier von der baskischen Euskatel-Mannschaft hatte auf seiner 150km langen Flucht zwischenzeitlich fast 16 Minuten Vorsprung, wurde aber 25km vor dem Ziel vom Feld wieder eingeholt. Auf der langen welligen Strecke hatte sich der 32-jährige frühere Vuelta-Etappensieger vollkommen verausgabt, sodass sein komfortables Polster am Ende schnell schmolz.

Tanking weiter im Gelben Trikot

Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters trägt weiterhin der Niederländer Bram Tanking, der die erste Etappe gewonnen hatte. Der 26-Jährige vom belgischen Quickstep-Rennstall hat sieben Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Pozzato. Der Ansbacher Jörg Jaksche (Liberty Seguros) liegt als Dritter 17 Sekunden zurück, während Ullrich mit 23 Sekunden Rückstand als 26. folgt.

Die Führung in der Bergwertung holte sich derweil der Freiburger Fabian Wegmann, der das gepunktete Trikot mit einem Zähler Vorsprung von seinem amerikanischen Gerolsteiner-Teamkollegen Levi Leipheimer übernahm. "Das Trikot ist ganz schön, aber nur ein Trostpreis. Ich wollte heute die Etappe gewinnen", sagte Wegmann.

Zwei Höchstschwierigkeiten am Donnerstag

Eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg könnte am Donnerstag auf dem 171,6km langen vierten Teilstück von Kufstein nach Sölden fallen. Mit der Bergwertung am Kühtai-Sattel (2020m) sowie der Zielankunft am 2670m hoch gelegenen Gletscherstadion am Rettenbachferner stehen gleich zwei Höchstschwierigkeiten auf dem Programm.

Am Ende des bis zu 17 Prozent steilen Schlussanstiegs wartet die Etappe mit der höchsten Bergankunft auf, die jemals in einem Profiradrennen in Europa angesteuert wurde. "Ich hoffe, dass Schnee liegt und wir gar nicht erst rauf dürfen", sagt Jens Voigt, der die Passage über den "Riesenberg" schon im Vorfeld kritisiert hatte.

Auf den letzten 15km geht die Fahrt mehr als 1 300 Höhenmeter hinauf, im Durchschnitt sind dabei neun Prozent Steigung zu bewältigen. Nach der "Königsetappe" bieten wohl nur noch das siebte Teilstück am Sonntag, das auf dem Feldberg endet, sowie tags darauf das 31,1km lange Einzelzeitfahren von Ludwigshafen nach Weinheim den Favoriten Gelegenheiten, Boden im Gesamtklassement gutzumachen.

© SID

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