Berlin hat gegen Ingolstadt das Nachsehen
Frankfurt verliert erstes Halbfinal-Playoff

Zum Auftakt der Halbfinal-Playoffs in der DEL gab es zwei überraschende Auswärtssiege. Der Deutsche Meister Frankfurt Lions wachte gegen Adler Mannheim zu spät auf.

HB BERLIN. Der fünfmalige deutsche Eishockey-Meister Adler Mannheim und Pokalsieger ERC Ingolstadt haben überraschend die Auftaktspiele im Playoff-Halbfinale gewonnen. Mannheim setzte sich am Freitag 4:3 bei Titelverteidiger Frankfurt Lions durch, Ingolstadt gewann 5:3 bei den Eisbären Berlin und feierte nach acht Niederlagen den allerersten Sieg in der Hauptstadt. Die Bayern hatten erst am Mittwoch das entscheidende Viertelfinale in Köln gewonnen.

Ingolstadt war nach der Vorrunde Fünfter, Mannheim sogar nur Sechster. Dagegen war Frankfurt vor den Eisbären von Rang eins aus in die Playoffs gestartet. Die beiden schlechter platzierten Teams können am Sonntag (16.00 Uhr/Premiere) daheim schon den zweiten von drei notwendigen Siegen gegen die Vorjahresfinalisten einfahren.

Meister Frankfurt dominierte zwar die Anfangsphase, doch Fabio Carciola (12.) nutzte Mannheims erste Torchance und beendete Schlussmann Ian Gordons Serie von 167 Minuten ohne Gegentor. Markus Kink (17.) erhöhte noch vor der Drittelpause, Lions-Torjäger Pat Lebeau (23.) brachte die Hessen wieder heran. Den Hausherren fehlte allerdings Verteidiger Stéphane Robidas an allen Ecken und Enden, der offensivstarke Kanadier weilt in Übersee bei seiner schwangeren Frau.

NHL-Profi Jochen Hecht (41.) mit seinem fünften Playoff-Tor und Eric Healey (52.) machten für die Adler alles klar. Christian Kohmann (54.) und Jason Young (60.) verkürzten nur noch für Frankfurt. Für den Gast aus der Kurpfalz war dies der erste Sieg über die Hessen in dieser Saison, im Ligabetrieb hatten die Mannheimer zuvor alle Matches verloren.

In Berlin lieferte Nationaltorhüter Olaf Kölzig nach drei Spielen Pause wegen einer Knieverletzung ein unglückliches Comeback ab. Als der NHL-Routinier einen Schuss von Aaron Ward abprallen ließ, staubte Jamie Langenbrunner nach nur 74 Sekunden zum 0:1 ab. Zuvor hatte Sven Felski für die Eisbären nur den Innenpfosten getroffen.

Vor 4695 entsetzten Zuschauern im ausverkauften Wellblechpalast erhöhte Cameron Mann (23.) früh im zweiten Drittel. Nach Kelly Fairchilds (23.) postwendendem Gegentor ließ Kölzig nur 77 Sekunden später einen eigentlich harmlosen hohen Rückhand-Schlenzer von Chris Armstrong passieren. Dann überwand Christoph Melischko (28.) Kölzig mit einem «Bauerntrick».

Nach Derrick Walsers 2:4 (44.) fuhr Ward wie zuvor Melischko um das Tor herum und bezwang den Star-Keeper erneut (51.). Mark Beaufaits (59.) 3:5 kam zu spät. Damit hat Ingolstadt nun die Chance, sich für das glatt verlorene Halbfinale der Vorsaison zu revanchieren.

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