Beschädigtes Spinnaker
Gerissene Vorstellung kostet „Kiwis“ den Sieg

Ein gerissener Spinnaker hat das Team New Zealand im fünften Rennen des America's Cup den Sieg gekostet. Damit ist das Kiwi-Team beim Kampf um die Silberkanne in Rückstand geraten. Trotz Seglerpech überzeugten die Ozeaner und überquerten nur wenige Sekunden nach dem Rivalen Alinghi die Ziellinie.

HB VALENCIA. Das Schweizer Segel-Team Alinghi ist nur noch zwei Punkte von der erfolgreichen Titelverteidigung im America's Cup entfernt. Die Mannschaft von Sportdirektor Jochen Schümann profitierte am Freitag im fünften Rennen vor Valencia von einem geplatzten Spinnaker an Bord der Yacht NZL 92, die 28 Minuten nach dem Start mit 80 Metern Vorsprung in Führung lag. Alinghi nutzte die Panne des Herausforderers, kurvte an Team New Zealand vorbei und gewann das Rennen mit 19 Sekunden Vorsprung. In der "Best of nine"- Serie steht es nun 3:2 für den Titelverteidiger.

"Den Punkt haben wir nicht gewonnen. Den haben die Neuseeländer uns geschenkt", sagte Schümann nach dem Rennen. Seine Crew um Skipper Brad Butterworth hatte bereits am Start wertvolle Sekunden verloren. Danach überzeugten die Neuseeländer mit besserer Positionierung und guter Geschwindigkeit und rundeten die erste Wendemarke mit zwölf Sekunden Vorsprung. "Team New Zealand ist offenbar auch bei mehr Wind schneller als viele dachten", meinte Schümann.

Erst als der riesige rote Spinnaker der Neuseeländer platzte, und die Mannschaft das zerfetzte Tuch in frischen Winden um 15 Knoten fünf Minuten lang nicht bändigen konnte, gelang den Schweizern der Durchbruch. "Ein Punkt ist ein Punkt", freute sich Schümann trotz der wenig überzeugenden Leistung seines Teams. "Man sieht wieder einmal, dass es auch im America's Cup vor allem um Fehlervermeidung geht."

Die Spinnaker-Manöver sind eine offensichtliche Achillesferse beim Team New Zealand. Das geplatzte Segel und der anschließende Verlust der Führung markierte den Höhepunkt einer kleinen Serie: Schon in zwei vorangegangenen Rennen gegen Alinghi hatten Skipper Dean Barker und seine Crew Spinnaker-Probleme in Wendemanövern. Das 32. Cup-Match wird am Samstag um 15.00 Uhr mit dem sechsten Rennen fortgesetzt. Die Serie kann frühestens am Sonntag enden.

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