Biathlon International
Fall Tichonow kommt im November auf den IBU-Tisch

Am 10. November will sich die Internationale Biathlon-Union mit dem Fall Alexander Tichonow beschäftigen. Der Olympiasieger und heutige IBU-Vizepräsident war wegen Beteiligung an einem Mordkomplott verurteilt worden.

Die Internationale Biathlon-Union IBU will sich am 10. November in Wien bei ihrer Vorstandssitzung mit dem Fall Tichonow beschäftigen. Der wegen Beteiligung an einem Mordkomplott verurteilte Olympiasieger Alexander Tichonow, erster IBU-Vizepräsident, soll selbst anwesend sein. "Wir hoffen, dass wir die offiziellen Papiere aus Russland bis dahin auf dem Tisch haben", sagte IBU-Präsident Anders Besseberg (Norwegen) beim Forum Nordicum in Östersund.

Ein Gericht in Nowosibirsk hatte den 60-jährigen Tichonow Ende Juli verurteilt, weil er an den Planungen für einen letztlich gescheiterten Mordanschlag an einem sibirischen Politiker im Jahr 2000 beteiligt war. Tichonow wurde deshalb zu drei Jahren Gefängnis verurteilt und aufgrund einer Amnestie umgehend auf freien Fuß gesetzt.

Laut IBU-Regularien kann Tichonow, hinter Besseberg der ranghöchste Funktionär des Weltverbandes, nur durch den Kongress abgewählt werden oder von sich aus zurücktreten. Für das Nationale Olympische Komitee Russlands ist das Thema bereits abgeschlossen.

China übermittelt keine Dopingtest-Ergebnisse

Gleichzeitig gab die IBU in Östersund bekannt, dass aus China als einzigem Mitgliedsland keine Dopingtest-Ergebnisse vorlägen. Generalsekretär Michael Geistlinger kündigte an, dass das Thema ebenfalls auf der Agenda der Vorstandssitzung am 10. November stehen werde. Der Verband will zuvor ein Gespräch mit dem Chef der chinesischen Antidopingagentur führen.

"Wir setzen auf partnerschaftliche Entwicklung statt Sanktionen. Es hat Dopingtests in China gegeben, nur sind die Ergebnisse trotz mehrerer Mahnungen nicht zu uns gelangt", erklärte Geistlinger.

In den Statuten gibt es die Möglichkeit, in solchen Fällen eine Geldstrafe auszusprechen. Im Fall einer "fortgesetzten schweren Verletzung der Regeln" ist laut Geistlinger auch ein Ausschluss des Verbandes möglich.

© SID

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