Biathlon International
Keine Entscheidung im "Fall Tichonow"

Die Internationale Biathlon-Union hat sich im "Fall Tichonow" zu keiner Entscheidung durchgerungen und den Fall an den Rechtsausschuss delegiert. Der 1. IBU-Vizepräsident war zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Der Russe Alexander Tichonow bleibt weiter als 1. Vizepräsident der Internationalen Biathlon-Union IBU unbehelligt. Der IBU-Vorstand entschied nach einer Anhörung des elfmaligen Weltmeisters, den "Fall Tichonow" an den Rechtsausschuss des Verbandes zu delegieren.

Das Gremium unter Vorsitz des Rosenheimer Anwaltes Werner Scheuer hat nun zu prüfen, ob der wegen seiner Beteiligung an einem Mordkomplott von einem Gericht in Nowosibirsk zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilte, aber umgehend amnestierte Tichonow weiterhin Spitzenfunktionär der IBU bleiben darf.

"Wir stehen nicht unter Zeitdruck"

"Der Rechtsausschuss wird sich nun mit den Unterlagen beschäftigen. Wir stehen nicht unter Zeitdruck", erklärte IBU-Generalsekretär Michael Geistlinger auf sid-Anfrage. Nach Auskunft Geistlingers ist die nächste Sitzung des Rechtsausschusses erst für die WM-Tage im Februar 2008 in Östersund terminiert.

Sollte der Ausschuss zum Ergebnis kommen, dass die Verurteilung des höchsten Funktionärs nach IBU-Präsident Anders Besseberg für den Verband ein Problem darstellt, wäre erneut der IBU-Vorstand zum Handeln aufgefordert. Tichonow ist bis 2010 gewählt und kann entsprechend der IBU-Regularien nur durch den Kongress abgewählt werden oder von sich aus zurücktreten.

© SID

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