Biathlon International
Russlands Biathlon-Präsident nimmt seinen Hut

Alexander Tichonow, Präsident des russischen Biathlon-Verbandes, ist zurückgetreten. Nachfolger des viermaligen Olympiasiegers wird der Unternehmer Michail Prochorow.

Russlands umstrittener Biathlon-Präsident Alexander Tichonow ist nach zwölfjähriger Amtszeit überraschend zurückgetreten. Der viermalige Olympiasieger hatte sich bei der Wahlversammlung am Montagabend in Moskau nicht erneut aufstellen lassen. Der vorher von Tichonow empfohlene Unternehmer Michail Prochorow wurde einstimmig für vier Jahre zum neuen Präsidenten gewählt, Tichonow selbst ist nun 1. Vizepräsident.

"Es ist gut, dass so ein Mann nun an der Spitze steht. Mit seinem Geld kann man viel bewegen", sagte Tichonow. Sein Nachfolger Prochorow will künftig den Breitensport fördern und "Biathlon zu Russlands Wintersport Nummer eins machen".

Goldene Ära dank frischem Rubel?

Prochorow ragt nicht nur durch seine Körpergröße von 2,04 Metern, sondern auch durch sein stattliches Kapital heraus. Schätzungen zufolge beträgt das Vermögen des 43 Jahre alten Bankmanagers 19 Mrd. Dollar. Teile davon will das neue Verbandsoberhaupt nun in den Sport investieren.

An Tichonow hatten sich jahrelang die Geister geschieden. Intimfeind und Ex-Kapitän Sergej Roschkow wurde wegen angeblich schlechter Leistungen aus dem Team geworfen, immer wieder gab es Querelen um Vermarktungsrechte und finanzielle Beteiligungen der Athleten.

Im vergangenen Jahr war Tichonow zudem wegen Beteiligung an einem Mordkomplott zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden, durfte aber nach einer umgehend durchgeführten Amnestie den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.

© SID

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