Biathlon National
Biathletin Burdiga für zwei Jahre gesperrt

Die viermalige Biathlon-Europameisterin Natalja Burdiga ist des Dopings mit der verbotenen Stimulanz Carphedon überführt worden. Der Weltverband IBU hat daraufhin die Russin mit einer Zwei-Jahres-Sperre belegt.

Die viermalige Biathlon-Europameisterin Natalja Burdiga ist des Dopings mit der verbotenen Stimulanz Carphedon überführt und vom Weltverband IBU mit einer Zwei-Jahres-Sperre belegt worden. Das erklärte IBU-Präsident Anders Besseberg (Norwegen) nach einer außerordentlichen Präsidiumssitzung in Antholz/Südtirol. Die Sperre beginnt rückwirkend am 9. September. Bei den Olympischen Spielen von Turin war ihre Teamkollegin Olga Pylewa ebenfalls mit Carphedon gedopt gewesen.

Burdiga wurde bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften in Ufa positiv getestet, wo sie die ersten beiden WM-Entscheidungen der Geschichte im Rollerbiathlon im Sprint und Jagdrennen geholt hatte. Die Titel wurden ihr aberkannt. Die 22 Jahre alte russische Nachwuchsläuferin Burdiga zählte bislang nicht zum Weltcup-Team ihres Landes, war aber auch im Winter auf dem Sprung in die internationale Elite.

Der russische Verband war zuvor bereits wegen des positiven Dopingfalls Olga Pylewa aufgefallen. Der Jagdstart-Olympiasiegerin von 2002 war in Turin die Silbermedaille im 15-km-Einzellauf wegen des gleichen Mittels wie Burdiga aberkannt worden. Ihre russischen Teamkolleginnen hatten der Dopingsünderin anschließend die Staffel-Goldmedaille gewidmet und damit für einen Eklat gesorgt.

IBU hat Antidopingkampf nochmals verstärkt

"Die Überführung von Burdiga ist ein Erfolg des verbandsinternen Doping-Kontrollsystems", erklärte IBU-Generalsekretär Michael Geistlinger (Österreich). Nach dem Pylewa-Fall bei den Olympischen Spielen hat die IBU nach eigener Aussage die Anstrengungen im Antidopingkampf nochmals verstärkt. Statt bislang 30 sind nunmehr 60 Aktive (jeweils 30 Männer und Frauen) in einer speziellen Datei der Welt-Antidopingagentur Wada registriert und müssen täglich ihren Aufenthaltsort angeben, um jederzeit für Dopingkontrollen zur Verfügung zu stehen.

Zudem würde ein Rasterprogramm mit hämatologischen Daten zahlreicher Athleten auch finanziell unterstützt. Geistlinger informierte, dass seit dem ersten April bereits 94 Dopingkontrollen außerhalb von Wettkämpfen im Biathlon von der Wada durchgeführt wurden. Die IBU hatte im Olympiawinter 224 Urin-, 24 Epo- und 338 Bluttests durchgeführt.

© SID

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