Biathlon Weltcup
Andresen in Ruhpolding nicht zu stoppen

Das Sprintrennen des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding hat der Norweger Frode Andresen für sich entschieden. Die deutschen Asse Michael Rösch und Michael Greis landeten auf den Plätzen zwei und drei.

Beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding hat der Norweger Frode Andresen den Sieg eingefahren und die beiden deutschen Asse Michael Rösch und Michael Greis auf die nächsten Plätze verwiesen. Nach zehn Kilometern lag Andresen in 25:03,5 Minuten 3,8 Sekunden vor Rösch, der sich mit einem "Strauchler" selbst um den Sieg brachte, und 11,8 Sekunden vor Greis.

"Frode hat verdient gewonnen"

"Wenn der kleine Purzler den Sieg gekostet hat, dann war es meine eigene Dummheit", meinte der erst 22 Jahre alte Michael Rösch. "Aber Frode hat verdient gewonnen, er war heute der Beste. In Osrblie haben mir fünf Sekunden zum Sieg gefehlt, heute 3,8. Ich komme doch immer näher ran."

Hoch zufrieden zeigte sich auch Michael Greis, der nach vier vierten Plätzen im Olympiawinter nun zum zweiten Mal auf Rang drei lief. "Mein Ziel war es, beim Heimrennen in Ruhpolding auf das Siegerpodest zu kommen. Das habe ich vor vier Jahren zum letzten Mal geschafft. Ich bin sehr glücklich", sagte Greis.

Fischer und Wolf enttäuschen

Dagegen leisteten sich die beiden als Mitfavoriten angetretenen Oberhofer Sven Fischer und Alexander Wolf jeweils zwei Strafrunden nach Schießfehlern und fielen auf die Ränge zwölf sowie 27 zurück. Wolf, der gesundheitlich leicht angeschlagen an den Start ging, verlor dadurch das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden. Der diesmal viertplatzierte Franzose Raphael Poiree führt die Gesamtwertung mit 298 Punkten knapp vor Fischer (293) und Wolf (292) an.

Rückenbeschwerden bei Ricco Groß

Eine schlechte Nachricht im deutschen Lager gab es erneut von Ricco Groß (Ruhpolding). Der dreimalige Olympiasieger, der in Turin seine fünften Olympischen Spiele erleben möchte, kämpfte trotz Rückenbeschwerden um seine Olympia-Einsatzchance, kam mit fehlerfreier Schießleistung als Siebter ins Ziel und musste dann seine beiden Skistöcke als Stütze nutzen, um mit schmerzverzerrtem Gesicht aus dem Stadion zu humpeln.

"Als ich die letzten Zwischenzeiten hörte, habe ich mich noch einmal voll reingehauen. Da hat es mich wieder erwischt", meinte Groß. "Wir werden alle möglichen schmerztherapeutischen Maßnahmen ergreifen, aber besonders gut sieht es nicht aus", ergänzte Teamarzt Dr. Andreas Kindt. Groß hatte bereits vor Wochenfrist in Oberhof einen Hexenschuss erlitten.

Sprintsieger Andresen startet am Sonntag als Erster und Topfavorit in das 12,5-km-Jagdrennen (14.30 Uhr). Zuvor bestreiten ab 12.00 Uhr (jeweils live im ZDF) die Damen ihre Jagd im Chiemgau. Dabei muss Weltcup-Spitzenreiterin Kati Wilhelm nur 1,4 Sekunden Rückstand zur Sprintbesten Sandrine Bailly (Frankreich) aufholen.

© SID

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