Biathlon Weltcup
Biathleten verpassen Staffel-Medaille nur knapp

Die deutschen Biathlon-Herren haben im Staffelrennen beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen den vierten Rang belegt. Norwegen siegte vor Österreich und Frankreich.

Die deutschen Biathleten haben das erste Weltcup-Podest der Saison hauchdünn verpasst. Im Staffelrennen von Hochfilzen musste sich der überragende Schlussläufer Michael Greis im Spurt um Platz drei den Franzosen um 1,7 Sekunden geschlagen geben. Vor dem letzten Wechsel hatte das Quartett mit Christoph Stephan (Oberhof), Simon Schempp (Uhingen), Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Greis (Nesselwang) nur auf Platz sechs gelegen. Den Sieg sicherten sich die überragenden Norweger mit einem Vorsprung von 53,1 Sekunden vor Österreich sowie 3:28,8 Minuten vor Frankreich.

"Es wäre noch mehr drin gewesen, aber ich war beim Schießen ein bisschen zu aggressiv. Dennoch sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Greis, der im dichten Schneetreiben zudem über schlechte Ski klagte.

Mannschaftsarzt Wohlfahrt: "Simon ist extrem kaputt"

Startläufer Christoph Stephan hat noch als Zweiter auf Simon Schempp übergeben, doch der 22-Jährige musste am Schießstand sechsmal nachladen, lief unerklärlich schwach und fiel auf Rang zehn zurück. "Wir wissen nicht, was los ist. Simon fühlt sich nicht krank, aber er ist extrem kaputt", sagte Mannschaftsarzt Bernd Wohlfahrt. Er habe Schempp für Anfang der Woche in seine Münchner Klinik bestellt.

Peiffer benötigte drei Nachlader und verlor auf Norwegen eine weitere Minute, aber verkürzte den Abstand auf Platz drei. Schlussläufer Greis riskierte am Schießstand mit zwei Schnellfeuer-Einlagen alles und sicherte dem deutschen Team trotz vier Nachladern noch Platz vier.

© SID

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