Biathlon Weltcup
Björndalen dominiert Sprint - Greis Dritter

Ole Einar Björndalen ist in diesem Winter zurzeit nicht zu schlagen. Der Norweger triumphierte beim Weltcup-Sprint der Biathleten im schwedischen Östersund. Der deutsche Olympiasieger Michael Greis wurde Dritter.

Toller Auftritt von Michael Greis in Östersund: Der Dreifach-Olympiasieger hat Superstar Ole Einar Björndalen Paroli geboten, die Ein-Mann-Show des Norwegers im Biathlon-Weltcup aber nicht stoppen können. In Schweden gewann Björndalen zwei Tage nach seinem 20-km-Sieg auch den Sprint über die halbe Distanz, Greis wurde erneut Dritter, diesmal hinter dem Russen Dimitri Jaroschenko.

"Das gibt enormes Selbstvertrauen"

"Ich habe gesehen, dass ich mit dem Ole mithalten kann. Das gibt mir enormes Selbstvertrauen für die Saison. Ich habe mit zwei dritten Plätzen einen wunderbaren Start hingelegt. Schöner konnte es gar nicht sein", bilanzierte Michael Greis seinen Saisoneinstieg. Björndalen, der sich wie Greis am Schießstand einen Fehler leistete, liegt im Gesamtweltcup nun mit 100 Punkte 14 Zähler vor seinem deutschen Rivalen. "17 Sekunden Rückstand in der Laufzeit - damit kann ich leben. Da bin ich voll dabei und muss nicht mehr darauf hoffen, dass die anderen mehr Fehler schießen als ich", meinte Greis.

Der 30-Jährige vom SK Nesselwang, der erst zum fünften Mal in seiner Karriere auf die dritthöchste Stufe des Weltcup-Siegerpodestes lief, tritt nun neben dem 65-maligen Weltcupsieger Björndalen als Topfavorit zum abschließenden Jagdrennen am Sonntag (12.15 Uhr/live in der ARD und bei Eurosport) an.

Fischer zufrieden

Im Schummerlicht des Polarkreises in Schweden verfügt dann auch der im Sprint achtplatzierte Sven Fischer noch über Siegchancen. "Es war mächtig glatt, aber ich bin gut durchgekommen. Nur ein Fehlschuss und kein Sturz. Da bin ich zufrieden", meinte der Sprint-Olympiasieger aus Oberhof. Allerdings verfehlte Fischer ausgerechnet das letzte seiner zehn Schießziele, verpasste den möglichen Sprung auf das Siegerpodest und gab dann am Ende doch noch zerknirscht zu Protokoll: "Das war ein Schussligkeitsfehler. Natürlich gräme ich mich, aber die Freude über den insgesamt guten Wettkampf überwiegt."

Davon konnte bei Andreas Birnbacher (Schleching) keine Rede sein. Der Zweite des 20-km-Laufes schoss gleich dreimal vorbei und fand sich deshalb auf Platz 24 wieder. Besser waren noch die Staffel-Olympiasieger Michael Rösch (Altenberg) und Ricco Groß (Ruhpolding) auf den Rängen 14 sowie 17. Rösch erfüllte damit als Vierter nach Greis, Birnbacher und Fischer bereits die deutsche WM-Norm.

© SID

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