Biathlon Weltcup
Deutsche Biathleten überzeugen zum Auftakt

Beim Weltcup-Auftakt der Biathleten haben die deutschen Teilnehmer einen hervorragenden Einstand gefeiert. Andreas Birnbacher und Michael Greis lagen hinter Sieger Ole Einar Björndalen auf den Rängen zwei und drei.

Nur der überragende Ole Einar Björndalen hat einen deutschen Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt der Biathleten im schwedischen Östersund verhindert. Trotz zweier Schießfehler lag der Norweger nach 20km 14,3 Sekunden vor dem fehlerfreien Andreas Birnbacher (Schleching) und feierte seinen 64. Weltcup-Sieg. Hinter dem zum besten Weltcup-Resultat seiner Karriere gestürmten Birnbacher belegte der dreifache Olympiasieger Michael Greis mit 32,7 Sekunden Rückstand Platz drei. Der Olympia-König von Turin vergab den Sieg mit einem Fehler beim letzten Schuss.

"Eine phantastische Leistung meiner Mannschaft, aber natürlich hätten wir gern ganz oben gestanden. Der Fehler von Michi Greis im letzten Schuss war schon ärgerlich", kommentierte Bundestrainer Frank Ullrich: "Aber man muss auch die Leistung von Björndalen neidlos anerkennen. Hut ab."

Zwei Wochen nachdem er beim Weltcup-Auftakt der Langläufer seinen ersten Sieg bei den Spezialisten gefeiert hatte, lief Überflieger Björndalen auf dem Weg zu seinem 64. Weltcup-Sieg trotz zweier Schießfehler alles in Grund und Boden. "Der Langlauf-Sieg hat mir Selbstbewusstsein gegeben. Ein sehr schöner Sieg", meinte Björndalen lächelnd.

Das fast einstündige Zittern des mit Nummer zehn als einer der Ersten ins Ziel gekommenen Birnbacher endete nach dem Sturmlauf von "König Ole" mit einer kleinen Enttäuschung. Statt des ersten Weltcup-Sieges reichte es für den deutschen Meister trotz einer schießfehlerfreien Leistung "nur" zum mit 17 500 Euro belohnten zweiten Platz. Das beste Resultat des bei Olympia noch nicht eingesetzten Oberfeldwebels waren zuvor zwei dritte Plätze aus dem Jahr 2005.

Trainingsausfall sorgte für Entspannung

"Natürlich hätte ich gern gewonnen, aber ich bin auch so superzufrieden. Ich war im Trainingslager vier Tage krank, vielleicht bin ich dadurch entspannter in die Saison gegangen", meinte der 25-Jährige.

Michael Greis konnte sich mit 10 000 Euro für seinen Podestplatz über den unnötigen Fehler im letzten Schuss hinwegtrösten. "Das Ding zum Schluss war schon extrem ärgerlich. Da hatte ich schon mit dem Schießen abgeschlossen und war zittrig. Aber trotzdem ist das mein bester Saisonstart überhaupt", erklärte Greis.

Mit dem riesigen Erwartungsdruck nach den drei Goldmedaillen von Turin ging Greis genauso souverän um wie der Rest des Teams. Die Staffel-Olympiasieger Michael Rösch (Altenberg) als Neunter und Sven Fischer (Oberhof) auf Platz elf komplettierten das überragende Abschneiden des deutschen Teams. Der vierte Goldgewinner Ricco Groß (Ruhpolding) belegte zum Auftakt der letzten Saison seiner Karriere Platz 20.

WM ist das große Ziel

"Die WM ist für uns das große Saisonziel. Umso schöner ist es, wenn wir mit den Laufleistungen trotz des weichen Schnees gleich bei der Weltspitze dabei sind", erklärte Fischer: "Ole ist halt eine Klasse für sich."

© SID

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