Biathlon Weltcup
Deutsche Biathlon-Staffel triumphiert

Schlussläufer Michael Greis hat der deutschen Biathlon-Staffel den Sieg beim Weltcup im österreichischen Hochfilzen gerettet. Nach 4x7,5km lag das DSV-Quartett vor Russland und Frankreich.

Die deutschen Biathleten kommen immer besser in Form. Über den ersten Staffel-Erfolg in der noch jungen Weltcup-Saison konnten sich die DSV-Herren im österreichischen Hochfilzen freuen. Nach 4x7,5km lag das deutsche Quartett, bestehend aus Ricco Groß, Alexander Wolf, Sven Fischer und Michael Greis am Ende 36 Sekunden vor Russland. Die drittplatzierten Franzosen folgten mit 1:02 Minuten Rückstand.

Auf Platz vier lief die ukrainische Staffel, gefolgt von Weißrussland, Schweden und Österreich. Die hoch eingeschätzten Norweger leisteten sich dagegen drei Strafrunden bei neun "Nachladern" und mussten sich mit einem enttäuschenden achten Rang zufrieden geben.

Den besten Eindruck innerhalb der DSV-Staffel hinterließ Schlussläufer Michael Greis, der auf Platz zwei von Fischer übernahm und durch ein tadelloses Schießergebnis noch den Sieg sicherstellte. "Ein Traumrennen", jubelte der 29-Jährige aus Nesselwang: "Ich bin läuferisch in absoluter Topform und habe beim Schießen ohne Nachlader bewiesen, dass ich es kann." Bei der WM 2005 an gleicher Stelle war dieses Quartett auf dem sechsten Rang gelandet, diesmal machte es Gold-Hoffnung für die Winterspiele.

Ullrich staunt und warnt

"Mit einer Strafrunde haben wir noch nie eine Staffel gewonnen", schüttelte Bundestrainer Frank Ullrich ungläubig den Kopf. Letztmals hatte ein deutsches Männer-Quartett bei der Heim-WM in Oberhof im Februar 2004 triumphiert. Ullrich resümierte nach der ersten Saisonstation mit seinen Stars: "Das ist eine gute Basis für die kommenden Weltcups, aber ohne übermütig zu werden."

Auch Fischer überzeugte über die 4x7,5km, holte nach dem Malheur seines Oberhofer Teamkollegen mächtig auf. Schon im 10km-Rennen lieferte der Routinier eine starke Leistung ab, musste nur dem siegreichen Norweger Frode Andresen (13. Weltcup-Erfolg) und dessen Landsmann Lars Berger den Vortritt lassen.

Wolf war einen Tag nach seinem starken vierten Rang im Sprint der "Pechvogel", ließ im Liegendschießen eine Scheibe stehen und es drohte eine Pleite. Dabei hatte Groß (Ruhpolding) als Erster übergeben, in der Zieleinfahrt auch noch versehentlich den Russen Iwan Tscheresow umgerissen und so ein paar Sekunden herausgeholt. Nach einer Entschuldigung auf russisch war er aber "entlastet". Der 26-jährige Wolf machte "zunehmenden Wind" für seine Fehlschüsse verantwortlich.

© SID

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