Biathlon Weltcup: Deutsche Staffel in Ruhpolding erfolgreich

Biathlon Weltcup
Deutsche Staffel in Ruhpolding erfolgreich

Die deutschen Biathleten haben sich beim Weltcup in Ruhpolding den Erfolg im Staffelrennen gesichert. Das DSV-Quartett gewann in 1:29:04,4 Stunden vor Österreich und Olympiasieger Norwegen.

Ausgerechnet beim Heim-Weltcup in Ruhpolding haben die deutschen Biathleten das Staffelrennen gewonnen. Der zum zweiten Mal im Olympiawinter als Startläufer aufgebotene Altenberger Michael Rösch, die beiden Oberhofer Alexander Wolf und Sven Fischer sowie Stamm-Schlussläufer Michael Greis vom SK Nesselwang verwiesen nach 4x7,5km in 1:29:04,4 Stunden Österreich mit 41,2 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei.

Dritter wurde Olympiasieger Norwegen (59,6 Sekunden zurück). Für das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) war es der dritte Staffelsieg in Serie und zugleich eine gelungene Generalprobe für die Olympischen Spiele.

Greis feiert "sensationell gutes Rennen"

"Ein sensationell gutes Rennen durch die Bank. Wir haben verdient gewonnen", sagte Michael Greis, der nach Hochfilzen und Oberhof zum dritten Mal in Serie die deutsche Fahne schwenkend als Erster die Ziellinie überquerte: "An diese Szene könnte ich mich gewöhnen." Greis hatte schon nach seinem letzten fehlerfreien Schießen jubelnd die Faust in Richtung Publikum geballt, ehe er auf die Schlussrunde abdrehte. "Ich wollte den Fans zeigen, dass es für den Sieg reicht", erzählte Greis.

"Diesmal habe ich wirklich nichts zu mäkeln. Eine phantastische Leistung der Jungs, wie ich sie in dieser Form selten erlebt habe. Das war nahezu perfekt", kommentierte Frank Ullrich das letzte Staffelrennen vor den Olympischen Spielen (10. bis 26. Februar). Der Bundestrainer musste im Chiemgau ausgerechnet auf Lokalmatador Ricco Groß verzichten. Der 35-Jährige laboriert noch an den Folgen eines am vergangenen Sonntag in Oberhof erlittenen Hexenschusses und wurde für den Sprint am Samstag (14.15 Uhr/live im ZDF) geschont.

In der ersten Hälfte des Rennens hielten der Altenberger Michael Rösch und Weltcup-Spitzenreiter Alexander Wolf (Oberhof) dem speziellen Druck hervorragend stand. Beide kämpfen um nur einen freien Platz in der Turin-Staffel und gaben mit Topleistungen ihre Empfehlung ab.

Rösch bleibt vom Schießstand fehlerlos

"Ich habe ein gutes Rennen abgeliefert, das ist toll. Alles andere wird sich ergeben", meinte Rösch. Der Youngster brachte den deutschen Staffel-Express als Startläufer sofort in Schwung und gab Wolf Vorsprung mit auf die Strecke. Der baumlange Thüringer sorgte umgehend für eine Schrecksekunde als er auf der ersten Abfahrt stürzte. Dann aber zeigte er sich zum ersten Mal in einem Staffelrennen absolut sicher am Schießstand, blieb dort fehlerlos und baute den Vorsprung in einem hochklassigen Rennen auf 25 Sekunden aus.

"Es wurde Zeit, dass ich mal eine gute Staffelleistung gezeigt habe. Ich wusste, dass ich es kann", sagte Wolf: "Der Sturz war nicht vermeidbar. Ich bin auf eine Eisplatte geraten. Zum Glück ist nichts passiert." Da auch Sven Fischer (Oberhof) beim Schießen ohne Nachlade-Patrone auskam, hatte Michael Greis (Nesselwang) genügend Polster und geriet auf der Schlussrunde nicht mehr in Zugzwang.

In Ruhpolding bestreiten am Freitag (14.15 Uhr/live im ZDF) die Damen ihren 7,5-km-Sprint. Die in Ruhpolding wohnende Thüringerin Kati Wilhelm muss dabei ihr Gelbes Trikot der Führenden in der Gesamtwertung verteidigen. Für die mit Rückenschmerzen ausgefallene Sportlerin des Jahres Uschi Disl startet zum ersten Mal die dreimalige Junioren-Weltmeisterin Magdalena Neuner im Weltcup.

© SID

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