Biathlon Weltcup
Deutsche Staffel läuft in Pokljuka auf Platz zwei

Die deutsche Biathlon-Staffel musste beim Weltcup in Pokljuka nur Russland ziehen lassen. Das DSV-Quartett erzielte über 4x7,5km durch Rang zwei das beste Ergebnis seit einem Jahr.

In der alpinen Hochebene Sloweniens liefen die deutschen Biathleten zur Höchstform auf. Beim Weltcup in Pokljuka belegte die DSV-Staffel Platz zwei hinter Weltmeister Russland. Der Altenberger Michael Rösch, Alexander Wolf aus Oberhof, Andreas Birnbacher aus Schleching und Michael Greis aus Nesselwang lagen nach 4x7,5km 2:35,0 Minuten hinter dem Topfavoriten und konnten sich über ihr bestes Staffel-Resultat seit fast einem Jahr freuen.

Dritter wurde überraschend Österreich vor Norwegen, das vor Wochenfrist in Hochfilzen die erste Saisonstaffel noch souverän vor Russland und Deutschland zu seinen Gunsten entschieden hatte.

Die Siegchancen des bis dahin glänzend agierenden deutschen Quartetts waren dahin, als Vizeweltmeister Birnbacher beim Stehendschießen eine Strafrunde kassierte und danach den Kontakt zu den führenden Russen verlor.

Russen auch ohne gesperrten Tscheressow top

"Wir haben aufsteigende Tendenz nachgewiesen, aber wir müssen uns noch gehörig steigern. Wir haben noch jede Menge Reserven", kommentierte zuvor Michael Greis die beste Leistung einer deutschen Männerstaffel seit fast einem Jahr. Dem Fazit seines noch nach der Bestform suchenden Paradeläufers schloss sich Bundestrainer Frank Ullrich an. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, mit der Leistung noch nicht", meinte der Coach angesichts von heftigen 2:35 Minuten Rückstand zum siegreichen Weltmeister Russland.

Das Siegerquartett leistete sich insgesamt nur drei Fehlschüsse beim Schießen und kam problemlos ohne den gesperrten Topläufer Iwan Tscheressow aus. "Ich dope nicht. Der zu hohe Wert muss ein Zufall sein", erklärte Tscheressow seinen viel zu hohen Hämoglobinwert von 18,2 (zulässig sind maximal 17,5), die dem Russen am Wochenende eine Schutzsperre und die vorzeitige Abreise aus Pokljuka bescherte. Der Weltcup-Gesamtdritte erklärte den extrem hohen Blutwert im ZDF-Interview mit der Höhenlage Pokljukas (1 450 Meter über dem Meeresspiegel) und seiner genetischen Veranlagung, wonach er regelmäßig Werte im Bereich von 17,0 aufweise und der Anteil der leistungssteigernden roten Blutkörper in der Höhe noch zunehme.

In Russlands Team war freilich bereits im Januar in Oberhof Sergej Roschkow mit zu hohem Blutwert aufgefallen, als taggleich drei Teamgefährten im Jagdrennen die ersten drei Plätze belegten. Hohe Blutwerte können auch ein Indiz für Blutdoping sein.

© SID

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