Biathlon Weltcup
Erfolgs-Quartett läuft am Treppchen vorbei

Erstmals seit fast zwei Jahren haben die deutschen Biathletinnen wieder eine Staffel-Niederlage kassiert. In Hochfilzen reichte es für das deutsche Quartett nur zu Rang vier.

Dem Sieg von Kunstschützin Martina Beck folgte im Wirbelwind von Hochfilzen das doppelte deutsche Staffel-Debakel. Nach fast zwei Jahren riss die Siegesserie der in Österreich mit zwei Weltcup-Einzelsiegen überzeugenden deutschen Frauen, die als abgeschlagene Vierte sogar das Podest verpassten. Die ohne den im Einzel-Siebten Michael Greis angetretenen Männer hatten zuvor mit Platz neun eines der schlechtesten Weltcup-Ergebnisse der Geschichte abgeliefert.

"Die drei Rennen in Folge hat man halt gemerkt. Wir mussten immer zur Siegerehrung und waren am Ende ein bisschen kaputt. Aber der Wind war auch brutal schwierig", erklärte Martina Beck nach der Staffel-Enttäuschung. Das müde deutsche Quartett, bei dem Schlussläuferin Kati Wilhelm mit zwei Strafrunden auch noch den Podestplatz verschenkte, kam stolze 2:39,0 Minuten hinter Sieger Russland ins Ziel. Keinen deutschen Sieg über 4x6 km hatte es zuletzt am 10. Januar 2007 in Ruhpolding gegeben, danach folgten sechs Erfolge bei Weltcup und WM in Folge.

Zweiter Saisonsieg für Beck

Am Vortag hatte sich Frau Beck (früher Glagow) noch mit eisernen Nerven ihren zweiten Saisonsieg gesichert und damit die Führung im Biathlon-Gesamtweltcup übernommen. Die am Freitag erfolgreiche Simone Hauswald (früher Denkinger) wurde glänzende Dritte. "Der Sieg ist sensationell. Das letzte Schießen war der Wahnsinn, ich bin in dem Wind hin- und hergeschwankt", erklärte die nur 1,58 Meter große Beck nach dem Triumph.

Die 29-Jährige war nur als Dritte mit deutlichem Rückstand zum vierten Schießen gekommen, behielt aber im Gegensatz zur bis dahin führenden Swetlana Slepzowa (Russland) und der Gosheimerin Hauswald (jeweils zwei Fehler) die Nerven. Im Gesamtweltcup führt jetzt Beck mit 224 Zählern vor Slepzowa (219).

© SID

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