Biathlon Weltcup
Glagow sorgt für deutschen Traumstart

Die deutschen Biathletinnen sind mit einem Sieg in die Weltcup-Saison gestartet. Im finnischen Kontiolahti triumphierte Martina Glagow über 15 Kilometer vor Tatjana Moiseewa und Simone Denkinger.

Martina Glagow hat für einen perfekten Start der deutschen Biathletinnen in die neue Saison gesorgt. Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kontiolahti triumphierte die schießfehlerfreie Glagow über die 15-Kilometer-Distanz mit 6,7 Sekunden Vorsprung vor Tatjana Moiseewa (Russland) und Simone Denkinger (1:02,7 Minuten zurück).

"Das ist faszinierend und ein bissel schön. Sonst bin ich eine Spätstarterin und werde im ersten Rennen 90. Diesmal bin ich Erste", meinte Glagow nach dem zwölften Weltcup-Sieg ihrer Karriere ungläubig. Nach dem letzten Schießen der 15-km-Strecke hatte die 28-Jährige noch zwölf Sekunden Rückstand auf die ebenfalls schießfehlerfreie Russin Moiseewa gehabt, im Ziel waren es 6,7 Sekunden Vorsprung.

"Mein Vater hat mir zugebrüllt, dass ich aufhole. Das hat mich noch mehr motiviert", meinte Glagow, die zwei Jahre nach Uschi Disl wieder für einen deutschen Weltcup-Auftaktsieg sorgte. Die Polizeiobermeisterin kassierte 10 000 Euro Prämie und übernahm das Gelbe Trikot von ihrer diesmal auf Platz 18 gelandeten Zimmerkollegin Andrea Henkel: "Die Zimmerwertung haben wir in jedem Fall gewonnen."

Müssiggangs Devise: "Eine muss durchkommen"

Simone Denkinger rettete mit der zweitbesten Laufzeit des Feldes mit 1:02,7 Minuten Rückstand ihren dritten Podestplatz überhaupt ins Ziel. Damit stellte sie das beste Resultat ihrer Karriere ein: "Ich freue mich ganz riesig, weil ich nicht schon wieder Vierte werden wollte. Das war ein perfekter Start nach Maß."

Das fand mit Blick auf die starken Laufzeiten auch Bundestrainer Uwe Müssiggang, obwohl Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis/21.) und die dreimalige Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau/30.) mit Schwächen am Schießstand den möglichen Podestplatz verpassten. "Unsere Devise heißt: Eine muss durchkommen, und wir hatten sogar zwei auf dem Podest. Da muss man zufrieden sein. An Magdalena Neuner mit ihren fünf Fehlern hat man allerdings gesehen, dass jede Unsicherheit bestraft wird", sagte der Chefcoach.

© SID

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