Biathlon Weltcup: Glagow triumphiert in Lahti, Wilhelm erobert Gelb

Biathlon Weltcup
Glagow triumphiert in Lahti, Wilhelm erobert Gelb

Biathletin Martina Glagow hat im Sprint von Lahti den 10. Weltcup-Sieg ihrer Karriere gefeiert. Die 27-Jährige gewann mit vier Sekunden Vorsprung vor Kati Wilhelm, die damit die Führung in der Gesamtwertung übernimmt.

Martina Glagow hat in Lahti beim Sprint über 7,5km triumphiert und den zehnten Weltcup-Sieg ihrer Laufbahn gefeiert. Die 27-Jährige vom SC Mittenwald war bei ihrem ersten Erfolg in diesem Winter 4,0 Sekunden schneller als Kati Wilhelm (Zella-Mehlis), die in der Gesamtwertung nun vor der diesmal nur auf Rang 14 gelandeten Schwedin Anna Carin Olofsson führt.

Platz drei belegte die Russin Jekaterina Jurjewa mit 5,9 Sekunden Abstand. Knapp dahinter folgten Andrea Henkel (Großbreitenbach/7,3 Sekunden zurück) und Kathrin Hitzer (Gosheim/13,5) auf den Rängen vier sowie fünf. Simone Denkinger (Gosheim/35,1) wurde Achte. Die deutschen Athletinnen haben sich somit auch eine glänzende Ausgangsposition für das Jagdrennen über 10km am Sonntag verschafft.

"Das passt, es ist ein schönes Geburtstagsgeschenk für meinen Vater", sagte die strahlende Gewinnerin vom SC Mittenwald. Papa Martin Glagow, ein absoluter Wachsexperte, drückte seine Tochter im Ziel und bedankte sich damit für das Präsent.

Kati Wilhelm hochzufrieden

Die dreimalige Olympiasiegerin Wilhelm war trotz der knappen Niederlage hochzufrieden: "Molli war im Laufen einfach zu stark. Hauptsache, ich habe einen Podestplatz. In der Gesamtwertung bleibt es interessant." Die Thüringerin führt zudem auch bei einem noch ausstehenden Rennen den Sprint-Weltcup an.

Die bisherige Weltcup-Spitzenreiterin Olofsson leistete sich beim abschließenden Stehendschießen zwei Fahrkarten und liegt nun im Gesamtweltcup elf Zähler hinter Wilhelm. Vor dem Rennen hatte die Schwedin noch 17 Zähler vorn gelegen. Henkel (Großbreitenbach) hat mit 95 Punkten Rückstand auf Wilhelm ebenfalls noch Chancen auf die große Kristallkugel. Sieben Rennen sind noch zu absolvieren. Die deutschen Skijägerinnen verschafften sich gleichzeitig eine glänzende Ausgangsposition für das 10-km-Jagdrennen am Sonntag (12.30 Uhr/live im ZDF und bei Eurosport).

Glagow lieferte bei ihrem sechsten Podestplatz in diesem Winter einen nahezu perfekten Wettkampf ab. Vor allem die Schnellfeuereinlage beim ersten Schießen beeindruckte, auch im Stehendanschlag behielt sie die Nerven.

"Ich bin die letzte Runde mit Olofsson gelaufen, wusste also, dass ich schnell war", meinte die mit Startnummer 15 ins Rennen gegangene Glagow: "Es ist schon schwierig, wenn man dann im Ziel solange warten muss. Aber es ist ja gut gegangen." Glimpflich ging auch ein kleines Malheur von Hitzer (Gosheim) ab - sie hatte sich beim Markieren der Waffe die Skispitzen an den Kopf geschlagen und musste mit einem dicken Eisbeutel kühlen.

© SID

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