Biathlon Weltcup
Greis fährt bei Poiree-Sieg aufs Podest

Beim zweiten Weltcup der Biathleten hat der Franzose Raphael Poiree das 20km-Einzelrennen in Hochfilzen gewonnen. Hinter dem zweitplatzierten Ole Einar Björndalen reihten sich Michael Greis und Alexander Wolf ein.

Im Einzelrennen über 20km sind Michael Greis auf Platz drei und der Vierte Alexander Wolf für die deutschen Biathlon-Kollegen in die Bresche gesprungen. Am zweiten Weltcup-Wochenende setzte sich Raphael Poiree in Hochfilzen vor Ole Einar Björndalen aus Norwegen durch. Vizeweltmeister Greis lag bei seinem Saison-Debüt 12,8 Sekunden hinter dem Franzosen (53:48,6 Minuten), der seinen ersten Saisonerfolg feierte. Weltcup-Spitzenreiter Björndalen folgte mit 10,3 Sekunden Rückstand auf Poiree.

Greis und Wolf erfüllen Olympia-Norm

Als Vierter erfüllte auch der Oberhofer Alexander Wolf wie Greis die interne deutsche Norm für die Olympischen Spiele. Die wie Greis verspätet in den Olympiawinter gestarteten Olympiasieger Sven Fischer und Ricco Groß kamen wegen jeweils vier Strafminuten nur auf die Ränge 18 sowie 54.

"Ich war total unsicher vor meinem ersten Saisonrennen. Dass es so gut gelaufen ist, hätte ich nie gedacht. Das war mein bester Saisoneinstieg seit Jahren", sagte der Allgäuer Greis (Nesselwang) lächelnd. Und Alexander Wolf (Oberhof), der seine beste 20-km-Leistung seit dem achten Platz bei der WM 2000 ablieferte, ergänzte: "Endlich mal wieder ein guter 20er. Schön, dass mir gleich zu Saisonbeginn so ein gutes Resultat gelungen ist. Da nimmt der Qualifikations-Druck für Turin nicht zu."

Kompliment vom Bundestrainer

"Kompliment an die beiden für eine tolle Leistung", lobte der Coach und bezog auch den zeitgleich mit Fischer als 18. eingekommenen Altenberger Michael Rösch mit ein.

"Insgesamt haben wir uns gut verkauft", bilanzierte Ullrich und freute sich, dass seine Männer läuferisch mit den Besten mithalten konnten. "Poiree und Björndalen mussten heute richtig beißen, um mit uns mithalten zu können. Unser jahrelanges gezieltes Lauftraining zahlt sich langsam aus."

Dem Fazit konnte der dreimalige Staffel-Olympiasieger Ricco Groß angesichts von fast fünf Minuten Rückstand zum Sieger nicht ganz folgen. "Alte Motoren brauchen eben etwas länger, um auf Hochtouren zu kommen", grantelte der Ruhpoldinger. "Wenn du dir bei jedem Schießen eine Strafminute einhandelst, dann kommt nie Ruhe rein. Aber der Dezember ist eh schon immer nicht mein Monat."

© SID

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