Biathlon Weltcup
Greis hängt im Jagdrennen die Konkurrenz ab

Michael Greis hat das 12,5-km-Jagdrennen der Männer beim Biathlon-Weltcup im südkoreanischen Pyeongchang gewonnen. Der Allgäuer siegte vor Halvard Hanevold und Alexander Os.

Dreifach-Olympiasieger Michael Greis hat sich beim Biathlon-Weltcup im südkoreanischen Pyeongchang von den widrigen Begleitumständen nicht beirren lassen und das Jagdrennen über 12,5km gewonnen. Der 31-Jährige aus Nesselwang arbeitete sich vom zehnten Rang im Sprint nach vorn und war bei seinem vierten Saisonsieg 12,4 Sekunden schneller als der Norweger Halvard Hanevold.

"Ein glückliches Ende für mich"

"Das war ein glückliches Ende für mich", sagte Greis nach dem Erfolg auf der WM-Strecke von 2009: "Das zweite Rennen nach dem Jetlag hatte es in sich, umso mehr freue ich mich." Der Norweger Alexander Os wurde im ersten Jagdrennen in Asien überhaupt mit 17 Sekunden Rückstand Dritter, Michael Rösch (Altenberg) fehlten 15,4 Sekunden zum Podest. Alexander Wolf (Oberhof) landete auf Platz sechs.

Unmittelbar vor dem Rennen hatte plötzlich einsetzender Schneefall für lange Gesichter gesorgt, laut Bundestrainer Frank Ullrich gab es bezüglich des Materials "kaum eine Chance zum Reagieren". Greis fand dies und vor allem den starken Wind "sehr schwierig". Auf die zwei Fehler zu Beginn beim zweiten Schießen habe er reagiert. "Andere haben auch Fehler gemacht, da war ich nicht beunruhigt. Und dann hat es geklappt", so Greis nach dem 9. Weltcupsieg seiner Laufbahn.

Mit der insgesamt drittbesten Laufleistung übernahm Greis beim letzten Schießen die Führung und verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel. Im Gesamtweltcup bleibt der Norweger Ole Einar Björndalen nach 20 von 26 Rennen souverän in Führung, er hatte wegen einer Erkältung auf den Trip zur WM-Generalprobe nach Südkorea verzichtet. Hinter Björndalen (735 Punkte) folgt der diesmal auf Rang 19 gelandete Russe Dmitri Jaroschenko (589). Greis (486) ist Fünfter.

Rösch: "Habe Riesenschmerzen"

Rösch war fix und fertig. "Ich habe Riesenschmerzen in den Schienbeinen, kann kaum noch stehen. Ich habe muskuläre Probleme", klagte er nach der Jagd auf der sehr anspruchsvollen Strecke. Obendrein hatte der Wind auch noch Sand in die Loipe geblasen und erschwerte es den Athleten zusätzlich.

Selbst Ullrich war von der Vorstellung des Gewinners ein wenig überrascht. "Ich habe nicht damit gerechnet, dass er nach den Gesundheitsproblemen zu Beginn der WM schon wieder so weit ist", meinte der Coach: "Aber er ist ein Phänomen und bissig."

Der als Sprint-Gewinner gestartete Doppel-Weltmeister Emil Hegle Svendsen (Norwegen) musste gleich sechs Strafrunden absolvieren und fiel auf Rang acht zurück. Daniel Graf (Frankenhain), als Vierter mit großen Hoffnungen ins Rennen gegangen, landete nach ebenfalls sechs Fehlschüssen abgeschlagen auf Position 17.

© SID

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