Biathlon Weltcup: Greis verpasst Podest - Poiree siegt

Biathlon Weltcup
Greis verpasst Podest - Poiree siegt

Ein Schießfehler hat Biathlon-Olympiasieger Michael Greis beim Sprint-Weltcup in Lahti einen Podestplatz gekostet. Beim Sieg von Raphael Poiree konnte der 30-Jährige trotz Rang fünf seine Gesamtführung ausbauen.

Biathlon-Olympiasieger Michael Greis hat den Sprint-Weltcup in Lahti auf dem fünten Rang beendet. Dabei verpasste der Deutsche das Podest zwar um knappe 6,7 Sekunden, konnte aber seine Gesamtführung im Weltcup weiter ausbauen. Ein Schießfehler kostete den 30-Jährigen am Ende eine bessere Platzierung. Den Tageserfolg sicherte sich wie schon im Einzelrennen Weltmeister Raphael Poiree aus Frankreich. Die weiteren Podiumsplätze gingen an die Norweger Alexander Os und Hans Martin Gjedrem. Die Staffel-Olympiasieger Sven Fischer (Oberhof) und Michael Rösch (Altenberg) liefen auf die Ränge sechs beziehungsweise sieben.

"Bin mit dem fünften Rang zufrieden"

"Nach dem Fehler im ersten Schießen war es schwierig, aber ich habe mich dann zurückgekämpft und bin mit dem fünften Rang zufrieden", sagte Greis. Im Stehendschießen riskierte der Nesselwanger alles und blieb fehlerfrei. "Ich hatte schon noch spekuliert, dass ich Gjedrem holen kann", meinte Greis. Doch eine starke Schlussrunde des norwegischen Vize-Europameisters auf der schwierigen finnischen Strecke ließ die Podestträume des Deutschen platzen.

Der Traum vom Gesamtweltcup ist für den Nesselwanger jedoch noch nicht ausgeträumt. Durch die Abwesenheit des Norwegers Ole Einar Björndalen, der bei der nordischen Ski-WM in Sapporo weilt, konnte Greis (595 Punkte) seinen Vorsprung vor "König Ole" auf nunmehr 67 Zähler ausbauen. Auf dem dritten Platz liegt der zurzeit überragende Poiree mit 517 Punkten.

Die Zimmerkollegen Rösch und Fischer komplettierten das gute deutsche Mannschaftsresultat und schufen damit eine sehr gute Ausgangsposition für das Jagdrennen am Sonntag (14.15 Uhr/live im ZDF und auf Eurosport). Greis muss 16,9 Sekunden auf Poiree aufholen. Die direkt hinter ihm startenden Fischer (25,3 Sekunden) und Rösch (25,6) haben ebenfalls gute Aussichten auf eine vordere Platzierung.

Fischer ohne Fehler am Schießstand

Während sich Fischer am Schießstand keinen Fehler leistete, zielte "Ebs" Rösch im stehenden Anschlag einmal danaben. Fischers Teamkollege Alexander Wolf, der im Einzel noch Dritter geworden war, schoss stehend drei Fahrkarten und beendete das Rennen auf Platz 33. Er geht damit am Sonntag mit einem Rückstand von 1:22,6 Minuten auf die Strecke.

Der dreimalige Juniorenweltmeister Christoph Stephan konnte nicht an seine gute Leistung im Einzelrennen (14. Platz) anknüpfen. Durch vier Strafrunden nach Schießfehlern blieb dem 21-Jährigen aus Oberhof am Ende nur der 67. Platz. Sein Teamkollege und Staffel-Europameister Jörn Wollschläger lief auf Rang 59. Damit qualifizierte er sich im Gegensatz zu Stephan für das Jagdrennen.

Der viermalige Staffel-Olympiasieger Ricco Groß war bereits am Freitag aus Lahti abgereist. Der Ruhpoldinger reiste zu genaueren Untersuchungen zurück nach Deutschland, nachdem er im Einzelrennen völlig entkräftet ausgestiegen war. Offenbar bekam der 36-Jährige die Nachwirkungen einer Erkältung zu spüren. Fraglich bleibt, ob Groß vor seinem geplanten Karriereende am Saisonende noch einmal in den Weltcup zurückkehren wird.

© SID

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