Biathlon Weltcup
Groß holt ersten Saisonsieg in Antholz

Beim Biathlon-Weltcup in Antholz hat Ricco Groß seinen ersten Sieg der Saison gefeiert. Im 12,5-km-Jagdrennen gewann der Ruhpoldinger vor Halvard Hanevold und Frode Andresen aus Norwegen.

Ricco Groß kommt rechtzeitig vor den Olympischen Spielen in Form. Der 35-Jährige holte beim Biathlon-Weltcup in Antholz trotz nach überstandenem Hexenschuss seinen ersten Saisonsieg. Der Ruhpoldinger gewann ohne Schießfehler das 35-km-Jagdrennen in 33:44,0 Minuten und ließ die Norweger Halvard Hanevold (29,8 Sekunden zurück) und Frode Andresen (34,7) hinter sich.

Bei Groß kehrt der Spaß zurück

"Das war einer meiner besseren Tage. So macht mir Biathlon wieder richtig Spaß", kommentierte der Altmeister den neunten Weltcup-Einzelsieg seiner Karriere, der mit Prämien von fast 20 000 Euro belohnt wurde: "Ich wusste um die Laufstärke der Norweger und dass ich ohne Fehler über das Schießen kommen muss, um zu gewinnen. Zum Glück hat es geklappt."

Der Weltcup-Zweite Michael Greis (Nesselwang) reiste nach seinem sechsten Platz im Vortagessprint wegen Halsschmerzen aus Antholz ab und soll das Wochenende laut Bundestrainer Frank Ullrich zur Regeneration nutzen. Auch Weltcup-Spitzenreiter Raphael Poiree (Frankreich) ließ das Jagdrennen zugunsten einer Erholungsphase aus, verteidigte aber dennoch mit 358 Punkten sein Gelbes Trikot knapp, weil der Altenberger Michael Rösch (350) statt dem zum Führungswechsel nötigen siebten nur den 11. Rang schaffte.

Ullrichs Luxusproblem

"Das war der Ricco, wie er leibt und lebt. Die Ausgangsposition nach dem Sprint war prima, und dann setzt er noch einen Nuller am Schießstand drauf. Das gibt es absolut nix zu mäkeln", meinte Frank Ullrich. Der Coach konnte bereits seinen vierten Saisonsieger nach dem Tages-13. Sven Fischer, dem in Antholz wegen Erkältung fehlenden Alexander Wolf (beide Oberhof) und Rösch registrieren. Da auch Greis im Olympiawinter bereits mit zwei dritten und vier vierten Plätzen glänzte, ist die Vergabe der vier deutschen Startplätze für die Olympia-Rennen in San Sicario für den Coach zu einem Luxus-Problem geworden.

Der Schlechinger Andreas Birnbacher legte nach dem neunten Sprintrang nun auch im Jagdrennen einen neunten Platz als Empfehlung für das letzte vakante Ticket für die Olympischen Spiele vor und dürfte damit im letzten Moment noch ins Turin-Aufgebot aufgenommen werden. Der Deutsche Skiverband DSV will insgesamt zwölf Athleten (jeweils sechs Herren und Damen) entsenden.

© SID

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