Biathlon Weltcup: Henkel siegt beim Weltcup in Lahti

Biathlon Weltcup
Henkel siegt beim Weltcup in Lahti

Andrea Henkel hat den 15-km-Einzellauf der Frauen beim Biathlon-Weltcup in Lahti gewonnen. Die 29-Jährige setzte sich in Finnland vor Florence Baverel-Robert und Kati Wilhelm durch.

Erst fror sie und war verärgert, dann glücklich über den fünften Saisonsieg: Doppel-Weltmeisterin Andrea Henkel lieferte beim Weltcup in Lahti über 15km eine souveräne Vorstellung ab und entschied das erste Rennen nach den Titelkämpfen von Antholz mit 31,6 Sekunden Vorsprung auf die Französin Florence Baverel-Robert für sich. Die dreimalige Olympiasiegerin Kati Wilhelm aus Zella-Mehlis wurde mit 55,1 Sekunden Abstand Dritte.

Freude über "erste kleine Kugel"

"Vor dem Start musste ich mir die Finger wärmen lassen, über meine Strafminute beim letzten Schießen habe ich mich auch geärgert - aber jetzt ist das egal", sagte Henkel: "Ich freue mich sehr, auch über meine erste kleine Kugel." Für die 29-Jährige aus Großbreitenbach war es der insgesamt neunte Weltcup-Erfolg ihrer Laufbahn, außerdem sicherte sie die kleine Kristallkugel für den Disziplin-Weltcup.

Nur winzige 0,2 Sekunden hinter Wilhelm landete Weltcup-Spitzenreiterin Anna Carin Olofsson auf Position vier. Im Gesamtweltcup führt die Schwedin (669 Punkte) nun nur noch mit 17 Zählern Vorsprung auf Wilhelm (652). Henkel (563) hat als Dritte bei acht noch ausstehenden Wettbewerben ebenfalls Chancen auf die große Kristallkugel.

Neuner Sechste, Hitzer Siebte

Dreifach-Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau) und Kathrin Hitzer (Gosheim) lieferten bei leichten Minusgraden auf schwerer Strecke mit vielen langen Anstiegen als Sechste und Siebte ebenfalls eine starke Leistung ab. Der Einzelwettbewerb der Männer findet am Donnerstag (13.15 Uhr/live im ZDF und bei Eurosport) statt.

Wilhelm war mit ihrer Leistung trotz zweier Strafminuten zufrieden. Im Gesamtweltcup rechnet sie stark mit Teamkollegin Henkel, die im Januar wegen einer Bronchitis aussetzen musste. "Wenn sie zwischendurch nicht gefehlt hätte, würden wir uns gar keine Gedanken mehr machen, ob wir noch an sie herankommen können", meinte die dreimalige Olympiasiegerin.

Die 20-jährige Neuner leistete sich rund zweieinhalb Wochen nach den grandiosen Auftritten von Antholz ebenfalls zwei Schießfehler. "Ich musste ganz schön kämpfen, war ganz schön kaputt - ich dachte schon, ich bekomme die 15km gar nicht rum", meinte sie lächelnd. Am Feiern habe es nicht gelegen, dafür habe sie kaum Zeit gehabt - aber es habe eine ganze Reihe von Verpflichtungen gegeben.

Bundestrainer Uwe Müssiggang umarmte seine Mädels zur Belohnung. Er hatte auch allen Grund dazu: Die auf Abschiedstournee befindliche Katrin Apel (Frankenhain) als schlechteste seiner sieben Schützlinge landete immerhin noch auf Rang 17.

© SID

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