Biathlon Weltcup
Magdalena Neuner in Oberhof auf Rang drei

Nur knapp hat Magdalena Neuner ihren ersten Saisonsieg beim Biathlon-Weltcup in Oberhof verpasst. Neuner musste sich im Ziel nur der Norwegerin Tora Berger und der Russin Swetlana Slepzowa geschlagen geben.

Die dreimalige Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau) muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Beim Biathlon-Weltcup in Oberhof landete die 20 Jahre alte Sportlerin des Jahres nach einer überragenden läuferischen Leistung trotz vier Fehlern am Schießstand auf Rang drei im 7,5-km-Sprint. Neuner lag im Ziel 10,7 Sekunden hinter der norwegischen Siegerin Tora Berger, die ohne Fehler blieb. Zweite wurde die Russin Swetlana Slepzowa mit einem Rückstand von 5,5 Sekunden.

Bei stürmischem Wind, Schneegraupel und schlechter Sicht belegte Sprint-Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) vor 22 000 Zuschauern in der ausverkauften Rennsteig-Arena den fünften Platz. Kathrin Hitzer (Gosheim) wurde gute 12. Weltcup-Titelverteidigerin Andrea Henkel (Großbreitenbach) fiel durch drei Fehlschüsse beim Stehendschießen auf Platz 20 zurück.

"Dritter Platz im ersten Rennen des Jahres - das ist absolut okay. Die vier Schießfehler ärgern mich da nicht", sagte Magdalena Neuner, die nur um 10,7 Sekunden ihren ersten Saisonsieg verpasste. "Natürlich hätte ich mit einer Strafrunde weniger gewonnen. Aber so ist eben Biathlon. Über Wenn und Hätte zu diskutieren, bringt doch nichts."

Neuner bot den Fans am Thüringer Rennsteig nach gerade überstandener Erkältung auf den Tag genau ein Jahr nach dem ersten Weltcup-Triumph ihrer Karriere eine beeindruckende Laufleistung und rannte die komplette Konkurrenz in Grund und Boden. Tora Berger schoss am Grenzadler beim zweiten Weltcup-Sieg ihrer Karriere fehlerfrei und rettete sich trotzdem nur mit Ach und Krach vor Neuner ins Ziel, obwohl die bei vier Strafrunden insgesamt 600 Meter mehr laufen musste.

"Das waren noch nicht 100 Prozent"

"Läuferisch war es schon ganz gut. Ich habe zwar am letzten Anstieg ganz schön geschnauft, konnte dann aber noch richtig Gas geben", schilderte Neuner und schickte gleich noch eine Drohung an die Konkurrenz hinterher: "Das waren heute noch nicht 100 Prozent Magdalena Neuner, höchstens 90 Prozent."

Im Gegensatz zu Neuner haderte Weltcup-Spitzenreiterin Martina Glagow (Mittenwald) mit dem Schneesturm in Oberhof. "Der Gegenwind war die Hölle", erzählte die Tages-24., die trotz der bislang schwächsten Saisonleistung wenigstens ihr Gelbes Trikot erfolgreich verteidigen konnte. "Am Schießstand hat es mir die Stöcke weggeweht. Lieber Gott, habe ich gedacht, hoffentlich bleibe ich stehen", ergänzte die als Zwölfte gut platzierte Kathrin Hitzer (Gosheim).

© SID

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