Biathlon Weltcup
Neuner verspricht heiße Jagd auf Russland

In der heutigen Staffel beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding wollen Magdalena Neuner und Co. die russische Dominanz durchbrechen und endlich wieder ganz oben auf dem Podium stehen.

Die Rückkehr der Weltmeisterinnen Magdalena Neuner und Andrea Henkel soll den deutschen Biathletinnen zum Auftakt des Heim-Weltcups in Ruhpolding heute (17.40 Uhr/live in der ARD und bei Eurosport) zum ersten Staffel-Saisonsieg verhelfen. Der am Knie verletzte Olympiasieger Michael Greis will mit der Hilfe alternativmedizinischer Osteopathie wenigstens am Wochenende wieder eingreifen.

"Diesmal werden wir die Staffel nicht vergeigen", sagt Magdalena Neuner kämpferisch. Die Wallgauerin hatte wie Henkel in Oberhof pausiert und will sich beim zweiten deutschen Heimspiel auch "für einen Einsatz in der WM-Staffel empfehlen".

Das kann Stamm-Startläuferin Martina Beck nicht. Die um die Jahreswende erkältete Mittenwalderin verzichtet wie bereits in Oberhof zugunsten zusätzlicher Trainingseinheiten auf den Start, sollte aber als langjährige Erfolgsgarantin bei entsprechender Fitness in Südkorea ohnehin ihren Platz sicher haben.

Die vielen Strafrunden nerven Müssiggang

"Wir wollen die Russen endlich mal wieder richtig attackieren. Das haben wir zuletzt nicht geschafft, weil wir dauernd in die Strafrunde mussten", schildert Bundestrainer Uwe Müssiggang kritisch die Ausgangslage beim letzten Staffelrennen vor der WM in Pyeongchang/Südkorea.

Nach zuvor sechs Staffelsiegen in Serie (darunter zwei WM-Titel) gelang im aktuellen Winter noch kein einziger Triumph. Stattdessen überboten sich Müssiggangs erfolgverwöhnte Skijägerinnen mit Fehlschuss-Debakeln, mussten in drei Rennen fast unglaubliche sieben Strafrunden drehen (je zwei Neuner, Kati Wilhelm und Simone Hauswald, eine zuletzt in Oberhof Sabrina Buchholz) und waren auf den Rängen 4, zwei sowie drei gegen den dreifachen Saisonsieger Russland komplett chancenlos.

"Staffel ist keine WM-Generalprobe"

Da sich wie üblich mehr Läuferinnen aus seinem Team Chancen auf einen WM-Einsatz (Neuner: "Die Chance auf eine Medaille ist in der WM-Staffel natürlich besonders groß") ausrechnen als Startplätze vorhanden sind, zieht Müssiggang routiniert die Notbremse. "Die Staffel in Ruhpolding ist für mich nicht die WM-Generalprobe. Wir werden erst in Korea entsprechend der aktuellen Form entscheiden, wer bei der WM läuft", sagt der Coach. Wohlwissend, dass der Siegdruck trotzdem auf seinem Quartett lastet.

Ganz andere Sorgen plagen vor dem Chiemgau-Spektakel Michael Greis. Der im Vorjahr als Doppelsieger in Ruhpolding umjubelte Paradeläufer kämpft nach seiner vorzeitigen Abreise aus Oberhof noch immer mit Schmerzen im rechten Knie, konnte zu Wochenbeginn aber immerhin in der Klassischen Technik trainieren.

"Ein Staffel-Einsatz käme definitiv zu früh. Michael ist noch nicht schmerzfrei", sagte Heimtrainer Remo Krug dem sid: "Wir sind aber nach den ersten Trainingseindrücken optimistisch, dass es sich zum Wochenende hin bessert." Im Heilungsprozess vertraut Greis einmal mehr einem Osteopathen und ließ sich bereits in zwei Sitzungen mit speziellen Handtechniken alternativ behandeln.

© SID

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