Biathlon Weltcup
Olofsson mit Premieren-Weltcupsieg, Glagow Sechste

Beim Weltcup in Hochfilzen hat Martina Glagow den sechsten Platz im 15-km-Einzellauf belegt. Siegreich war die Schwedin Anna Carin Olofsson, für die es der erste Weltcuptriumph ihrer Karriere war.

Obwohl Martina Glagow als beste deutsche Biathletin nur auf Rang sechs landete und Uschi Disl nach Platz 17 ihr Gelbes Trikot verlor, gab es zum Auftakt des Weltcups in Hochfilzen dennoch einen deutschen Sieger. "Der Wahnsinn, eine Ausnahmeleistung, vor allem läuferisch", kommentierte Trainer Wolfgang Pichler den ersten großen Sieg seines schwedischen Schützlings Anna Carin Olofsson.

Die Massenstart-Vizeweltmeisterin verwies im 15-km-Einzellauf die neue Weltcup-Spitzenreiterin Olga Saizewa und deren russische Teamgefährtin Natalja Gusewa deutlich auf die nächsten Plätze. Katja Beer (Altenberg) erfüllte auf Rang 13 als sechste deutsche Läuferin die interne Olympia-Norm.

"Unser Anspruch ist immer das Siegerpodest"

"Unser Anspruch ist es immer, eine Athletein auf dem Siegerpodest zu platzieren. So gesehen bin ich enttäuscht", bilanzierte Bundestrainer Uwe Müssiggang den vor allem am Schießstand mittelmäßigen Auftritt seiner Mädchen im WM-Ort von 2005: "Aber insgesamt hat sich die Mannschaft nicht schlecht verkauft. Speziell Andrea Henkel und Uschi Disl hätten ohne die Fehler beim letzten Schießen weit vorn ankommen können."

Henkel vergab dort durch drei mit Strafminuten geahndete Schießfehler den fast sicheren Podestplatz. "Sehr ärgerlich. Das kann ich besser", meinte die Thüringerin aus Großbreitenbach, die sich im März an gleicher Stelle den WM-Titel über die längste Damen-Distanz gesichert hatte, sich diesmal aber mit Rang 19 begnügen musste. "Die zwei Fehler am Ende waren halt zu viel, aber ich bin nicht unzufrieden. Läuferisch habe ich mich freilich schon besser gefühlt. Aber nicht in dieser Saison", ergänzte Uschi Disl.

"Mentale Fehler beim Schießen"

Auch die an diesem Tage beste deutsche Starterin Martina Glagow klagte am Ende über "schwere Beine. Seit dem harten Training im November in Munio fühle ich mich schlapp. Hoffentlich wird das bald besser." Glagow patzte insgesamt zweimal beim Schießen, und hatte dafür mentale Fehler als Begründung parat. "Gerade dort, wo ein Fehlschuss eine Strafminute bedeutet, will man alles ganz exakt machen. Genau das ist der Fehler", sagte Glagow nach ihrer bislang besten Saisonleistung.

Speziell die beiden Russinnen Saizewa und Gusewa profitierten mit späten Startnummern vom im Rennverlauf nachlassenden Schneefall. Saizewa führt die Gesamtwertung nun mit 133 Punkten an. Disl (104) ist hinter der diesmal viertplatzierten Weltcup-Titelverteidigerin Sandrine Bailly (Frankreich/117) Dritte.

In Hochfilzen steht am Donnerstag (14.15 Uhr/live im ZDF und bei Eurosport) das 20-km-Rennen der Herren auf dem Programm.

© SID

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