Biathlon Weltcup
Schneechaos bringt Olympiasieger Greis in Zeitnot

Michael Greis reist verspätet zum Weltcup nach Pokljuka in Slownien. Das Schneechaos in Süddeutschland brachte den Biathlon-Olympiasieger zwischen TV-Auftritt und Empfang im Heimatort in arge Zeitnot.

Reisestrapazen und der plötzliche Wintereinbruch ließen Biathlon-Olympiasieger Michael Greis ziemlich alt aussehen. Nach einem Wochenende im süddeutschen Schneechaos zwischen TV-Auftritt und Empfang im heimischen Nesselwang reist der dreimalige Biathlon-Olympiasieger Michael Greis verspätet zum Weltcup nach Pokljuka/Slowenien (9. bis 12. März).

Greis war am Samstagabend nach elfstündiger Anreise-Odyssee kurz vor Ende der ZDF-Show "Wetten, dass ..." in Frankfurt/Main von Gastgeber Thomas Gottschalk begrüßt worden. Der eigens wegen dieses Auftritts um einen Tag verlegte Empfang für Greis auf dem Marktplatz von Nesselwang geriet dann akut in Gefahr, als der Zug aus Frankfurt am Sonntag in Ulm nicht mehr weiterkam.

Greis wurde dann per Auto nach Nesselwang chauffiert und dort gegen 19.30 Uhr von 2000 Einwohnern gefeiert. Am Montag schlug sich der erfolgreichste deutsche Olympiateilnehmer in seine Wahlheimat Ruhpolding durch, um ein Belastungstraining mit Co-Bundestrainer Fritz Fischer zu absolvieren. Der entschied, aufgrund der Reisestrapazen erst am Dienstag nach Slowenien aufzubrechen.

Kati Wilhelm will Vorentscheidung im Gesamtweltcup

Neben Greis werden auch die Olympiasieger Sven Fischer (Oberhof), Ricco Groß (Ruhpolding) und Michael Rösch (Altenberg) sowie Andreas Birnbacher (Schleching), Alexander Wolf (Oberhof) und Carsten Pump (Altenberg) in Slowenien antreten. Bei den Damen könnte Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtweltcup erzwingen. Außerdem gehören Martina Glagow (Mittenwald), Uschi Disl (Moosham), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Katrin Apel (Frankenhain), Simone Denkinger (Gosheim) und Katja Beer (Altenberg) zur Mannschaft des Deutschen Skiverbandes DSV.

Höhepunkt der Wettbewerbe auf dem 1 400 Meter hoch gelegenen Plateau oberhalb von Bled ist die zweite Auflage der Mixedstaffel-WM, die ab Antholz 2007 als sechste Disziplin ins reguläre WM-Programm aufgenommen wird. Im Vorjahr bei der WM-Premiere in Chanty Mansijsk hatte Deutschland in der Besetzung Disl, Wilhelm, Greis und Groß Bronze hinter zwei russischen Teams gewonnen.

© SID

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