Biathlon Weltcup: Schutzsperre für Weltmeister Tscheressow

Biathlon Weltcup
Schutzsperre für Weltmeister Tscheressow

Der Russe Iwan Tscheressow ist erneut mit einem überhöhten Hämoglobinwert aufgefallen. Der Weltmeister wurde von der Staffel ausgeschlossen und mit einer Schutzsperre belegt.

Russlands Biathlon-Weltmeister Iwan Tscheressow ist vom Staffelrennen des Weltcups in Oberhof ausgeschlossen worden, nachdem er zum wiederholten Mal bei einer Blutkontrolle mit einem überhöhten Hämoglobinwert aufgefallen war.

Der Vizepräsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU), Alfons Hörmann, bestätigte dem Sport-Informations-Dienst (sid), dass Tscheressow bei einem Test vor der 4x7,5-km-Staffel den zulässigen Grenzwert von 17,5 Gramm pro Deziliter Blut überschritten hatte.

"Jeder Mensch verkraftet das Höhentraining anders"

Entsprechend des IBU-Reglements wird Tscheressow "zum Schutz des Athleten" mit einer fünftägigen Sperre belegt und kann deshalb beim Weltcup in Ruhpolding (14. bis 18. Januar) wieder antreten. "Wir haben außerdem wie vorgeschrieben umgehend diverse Dopingtests durchgeführt. Unter anderem EPO- sowie Nesp-Bluttests. Die Ergebnisse werden in einem akkreditierten Labor der Welt-Antidopingagentur Wada innerhalb von zwei Wochen ausgewertet", erklärte der Kanadier Jim Carrabre als Chef der Medizinischen Kommission der IBU. "Wir haben zuletzt in den Bergen in Ramsau trainiert. Jeder Mensch verkraftet das Höhentraining anders", begründete Russlands Staffelläufer Nikolai Kruglow den Vorfall.

Bereits im Dezember 2007 war Tscheressow bei einer Blutkontrolle in Pokljuka mit einem extrem überhöhten Wert von 18,2 aufgefallen. Ein danach von der IBU vorgenommener Dopingtest sowie mehrere sogenannte Zielkontrollen danach waren jedoch komplett negativ ausgefallen. Der Fünfte des aktuellen Gesamtweltcups begründet seine hohen Hämoglobinwerte mit natürlicher Veranlagung.

© SID

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