Biathlon Weltcup: Sieg für die deutsche Biathlon-Staffel

Biathlon Weltcup
Sieg für die deutsche Biathlon-Staffel

Die deutschen Biathletinnen haben zum Auftakt des Heim-Weltcups in Oberhof das Staffelrennen gewonnen und sind damit auch nach dem dritten Saisonrennen ungeschlagen. Hinter den deutschen Damen kam Frankreich ins Ziel.

Die deutschen Biathletinnen bleiben ungeschlagen. Zum Auftakt des Heim-Weltcups in Oberhof gewannen Simone Denkinger (Gosheim), Andrea Henkel (Großbreitenbach), Kathrin Hitzer (Gosheim) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) das Staffelrennen und sind damit auch nach dem dritten Saisonrennen ungeschlagen. Das deutsche Quartett verwies nach 4x6km in 1:15:41,1 Stunden Frankreich mit 12,2 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritter wurde Olympiasieger Russland (26 Sekunden zurück).

"Einfach super, erster Platz vor der großen Kulisse - was will man mehr?", meinte Nesthäkchen Kathrin Hitzer euphorisch, während Schlussläuferin Kati Wilhelm nach kurzer Kuschelrunde mit den Temkolleginnen im Ziel ganz schnell die Fassung wiederfand: "Es war extrem wichtig, dass wir das Rennen noch gewonnen haben und so gut in das neue Jahr gestartet sind."

Die seit dem WM-Sieg im Februar 2007 anhaltende deutsche Siegesserie hatte Bestand, obwohl die Topstars Magdalena Neuner und Martina Glagow nach gerade überstandenen Erkältungen geschont wurden und sich Startläuferin Simone Denkinger (Gosheim) gleich zwei Strafrunden leistete. Andrea Henkel (Großbreitenbach), Kathrin Hitzer (Gosheim) und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) machten das Malheur wieder wett, und Wilhelm fand: "Zu einer Staffel gehören eben immer Vier. Wir waren am Ende die Stärksten."

Bundestrainer Uwe Müssiggang mochte die Euphorie nicht dämpfen und gab WM-Gold in vier Wochen als Saisonziel aus. "Die Mädchen treten doch nicht an, um um den zweiten oder dritten Platz zu kämpfen", meinte der Coach, der im Februar in Östersund die Qual der Wahl bei der Aufstellung seiner Staffel haben wird.

"Ist mir sehr peinlich, dass ich nicht mal mit den Reservenpatronen getroffen habe. Das bringe ich normal schon", meinte derweil die total frustrierte Simone Denkinger nach ihrem persönlichen Debakel beim Stehendschießen. Zwei Strafrunden taten der ansonsten sehr zuverlässigen Staffelläuferin "total leid. Aber der Sieg vor heimischem Publikum tröstet mich."

Der deutsche Goldexpress lag beim ersten Wechsel mit 1:24 Minuten Rückstand zur Spitze nur auf Platz neun - 18 000 Fans in der Rennsteig-Arena waren kurzzeitig konsterniert. Nicht so Andrea Henkel: Die Doppel-Weltmeisterin von Antholz gab auf dem zweiten Teilstück sofort Vollgas, legte zwei makellose Schießübungen hin und rannte das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) bis auf Platz drei nach vorn. Ganze 15 Sekunden blieben als Rückstand zu Spitzenreiter Frankreich.

"Es lief so, wie es laufen sollte", meinte Henkel gewohnt trocken: "Ich habe es am Schießstand nicht gar zu schnell krachen lassen und wollte unbedingt fehlerfrei bleiben. Das ist mir zum Glück gelungen." Weil auch Kathrin Hitzer und Kati Wilhelm dem großen Druck beim Heimrennen standhielten und Frankreich sowie Olympiasieger Russland noch abhängten, endete der Weltcup-Auftakt mit einer stimmungsvollen Siegerparty im Thüringer Wald.

Am Oberhofer Grenzadler bestreiten am Freitag (17.20 Uhr/live in der ARD und bei Eurosport) die Männer ihr Staffelrennen über 4x7,5km. Im DSV-Team laufen neben den beiden Staffel-Olympiasiegern Michael Rösch (Altenberg) und Michael Greis (Nesselwang) noch Lokalmatador Alexander Wolf (Oberhof) und Andreas Birnbacher (Schleching).

© SID

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