Biathlon Weltcup
Wilhelm gelingt Saisonsieg Nummer sechs

Beim Biathlon-Weltcup-Finale in Oslo hat Kati Wilhelm ihren sechsten Saisonsieg gefeiert. Die 28-Jährige setzte sich mit 51,5 Sekunden Vorsprung gegen Anna Bogdali-Titowets durch. Dritte wurde Anna Carin Olofsson.

Biathlon-Olympiasiegerin Kati Wilhelm ist beim Weltcup-Finale in Oslo (Norwegen) ihr Saisonsieg Nummer sechs gelungen. Die bereits als Gesamtsiegerin feststehende Athletin aus Zella-Mehlis setzte sich im 10-km-Jagdrennen ohne Schießfehler mit 51,5 Sekunden Vorsprung gegen die ebenfalls fehlerfreie Russin Anna Bogali-Titowets durch. Dritte wurde die Weltcup-Zweite Anna Carin Olofsson (3 Schießfehler) aus Schweden mit 1:02,9 Minuten Abstand, Simone Denkinger (Gosheim/2) fehlten als Vierter 3,7 Sekunden zum Podest.

Für die Sprint-Sechste Wilhelm war es der insgesamt 15. Weltcup-Erfolg ihrer Laufbahn. Die 35 Jahre alte Uschi Disl (Moosham), die im abschließenden 12,5-km-Massenstart-Wettbewerb am Sonntag das letzte Rennen ihrer Karriere bestreitet, landete nach neun Schießfehlern auf Platz 45. Disl war zunächst als 33. ins Ziel gelaufen, dann erhielt sie aber noch eine Zwei-Minuten-Strafe wegen einer zu wenig gelaufenen Strafrunde.

Wilhelm jubelt ohne Norwegens König

"Ich wollte unbedingt mal am Holmenkollen gewinnen und bin total glücklich, dass es so eindrucksvoll gelungen ist", Wilhelm, die bereits beim Abgang nach dem letzten Schießen die Siegerfaust in die Höhe reckte und von 10 000 Fans im ausverkauften Holmenkollen-Stadion umjubelt wurde. Nur König Harald V. ließ sich diesmal nicht auf seiner Ehrentribüne blicken. "Schade, ich hätte ihm gerne die Hand geschüttelt."

Das wird wohl am Sonntag passieren, wenn "Gold-Kati" zum ersten Mal in ihrer Karriere die große Kristallkugel für den Gewinn des Gesamtweltcups überreicht wird. "Sie hat sich in diesem Winter enorm nach vorne entwickelt. Wie souverän sie gerade am Schießstand arbeitet, ist schon beeindruckend", meinte Bundestrainer Uwe Müssiggang. In insgesamt acht Jagdrennen des Olympiawinters wurde Kati Wilhelm dreimal Erste - darunter bei Olympia in San Sicario - und fünfmal Zweite. "Offenbar ist dass jetzt meine Paradestrecke", meinte Wilhelm schmunzelnd.

Disl kann über Fehler lachen

Schmunzeln musste auch Uschi Disl nach ihrem Anfänger-Fehler im vorletzten Rennen der Karriere. "Ich hatte so viele Strafrunden, da habe ich völlig den Überblick verloren", meinte Disl, die nach dem letzten Schießen nur drei Strafrunden lief, aber vier Fehler produziert hatte. Die Mooshamerin wurde mit zwei Strafminuten belegt und deshalb von Platz 33 auf 45 zurück versetzt. Disl musste insgesamt neun Runden drehen und wurde dafür vom Stadionsprecher geneckt: "Die Uschi will ihr vorletztes Rennen so lange wie möglich genießen." Disls Teamkolleginnen waren mit der Aufschrift "Machs gut Uschi" auf den Oberschenkeln zum Rennen angetreten.

© SID

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