Biathlon Weltcup: Wilhelm muss sich Bailly geschlagen geben

Biathlon Weltcup
Wilhelm muss sich Bailly geschlagen geben

Der Sieg im 7,5-km-Sprint in Ruhpolding ging an die Französin Sandrine Bailly. 1,4 Sekunden dahinter folgte Weltcup-Spitzenreiterin Kati Wilhelm vor der Russin Swetlana Ischmuratowa. Martina Glagow wurde Sechste.

In einem spannenden Finale zog Kati Wilhelm diesemal den Kürzeren. Beim Heimspiel in Ruhpolding hat die deutsche Biathletin ihren dritten Saisonsieg nur um 1,4 Sekunden oder umgerechnet drei Meter verpasst. Im 7,5-km-Sprint feierte die minimal bessere Französin Sandrine Bailly ihren ersten Saisonsieg, während Wilhelm weiter das Gelbe Trikot der Führenden im Weltcup trägt.

"Ich weiß gar nicht, wo ich die Zeit verloren habe. Ich muss wohl nochmal an meiner Abfahrtstechnik feilen", meinte die wieder mit leuchtend roter Kappe laufende Kati Wilhelm lächelnd. Noch kurz vor der Abfahrt zum Ziel lag die Doppel-Olympiasiegerin vom SC Motor-Zella-Mehlis 2,7 Sekunden in Führung. "Wahrscheinlich hat Kati zu früh attackiert und am Ende fehlte die Kraft für den Endspurt", mutmaßte Uwe Müssiggang.

Platz sechs für Martina Glagow

Der Bundestrainer freute sich am Ende auch über den sechsten Rang von Martina Glagow (Mittenwald) und über eine gute Ausgangsposition seiner beiden Spitzenläuferinnen für das abschließende Jagdrennen am Sonntag (12.00 Uhr/live im ZDF): "Unser Anspruch ist immer ein Platz auf dem Siegerpodest. Den haben wir geschafft, und deshalb bin ich zufrieden. Ruhpolding ist für uns immer eine schwierige Etappe, weil die Heimrennen in Oberhof schon sehr viel Kraft gekostet haben."

Dem konnte die vor Selbstvertrauen strotzende Kati Wilhelm, die im zehnten Weltcup des Olympiawinters bereits zum sechsten Mal das Siegerpodest erreichte, nicht folgen: "Ich fühle mich derzeit einfach blendend. Ich bin voll motiviert und richtig gut in Form." Da ihre schärfste Rivalin Anna Carin Olofsson (Schweden) diesmal nur auf Rang acht einkam, baute Wilhelm ihre Führung im Gesamtweltcup aus und liegt mit 387 Punkten nun bereits 49 Punkte vor Olofsson.

Apel und Denkinger abgeschlagen

"Irgendwie waren wir alle komisch drauf", sprach Martina Glagow stellvertretend für den diesmal vor allem beim Schießen nicht überzeugenden Rest der deutschen Mannschaft: "Ich war nach der ersten Runde schon total kaputt und habe mich gewundert, dass ich am Ende noch so weit vorne war." Ordentlich schlug sich noch Andrea Henkel (Großbreitenbach) als 14.

Katrin Apel (Frankenhain) und Simone Denkinger (Gosheim) mussten dagegen drei sowie vier Strafrunden drehen und fielen dadurch auf die Ränge 17 sowie 34 zurück. Die als Ersatz für die am Rücken verletzte Uschi Disl erstmals im Weltcup eingesetzte dreimalige Junioren-Weltmeisterin Magdalena Neuner (Wallgau) traf ihre letzten drei Schießziele nicht und wurde 41.

© SID

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