Biathlon Weltcup
Wilhelm-Sieg krönt deutschen Weltcup-Auftritt

Beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen hat Kati Wilhelm über 7,5km den ersten Platz errungen. Im Ziel hatte die Thüringerin 26,1 Sekunden Vorsprung vor der Russin Swetlana Ischmuratowa. Uschi Disl wurde Dritte.

Die deutschen Athletinnen zeigten sich bei beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen von ihrer starken Seite. Sprint-Olympiasiegerin Kathi Wilhelm gewann die Konkurrenz über die 7,5km in 22:30,3 Minuten vor der Russin Swetlana Ischmuratowa und hatte im Ziel 26,1 Sekunden Vorsprung. Auf Rang drei landete Sprint-Weltmeisterin Uschi Disl.

Auf den Plätzen vier sowie sechs komplettierten Simone Denkinger aus Gosheim und Andrea Henkel aus Großbreitenbach das herausragende Ergebnis der deutschen Skijägerinnen im WM-Ort von 2005. Denkinger erfüllte damit bereits als siebte deutsche Biathletin die interne Norm für die Olympischen Winterspiele. Im Gesamtweltcup führt weiter die diesmal im geschlagenen Feld gelandete Russin Olga Saizewa knapp vor Uschi Disl.

16 000 Euro für "perfektes Rennen"

Als "perfektes Rennen" bezeichnete Kati Wilhelm den mit 16 000 Euro Prämien belohnten 10. Weltcupsieg ihrer Karriere. "Von der ersten Zwischenzeit an hatte ich Bestzeit. Das ist mir schon lange nicht gesagt worden und hat mich unheimlich motiviert. Ich hatte eine hohe Startnummer und wusste deshalb immer, was ich bringen musste. Das habe ich getan."

Die von der zweitplatzierten Russin Swetlana Ischmuratowa nur um 1,4 Sekunden geschlagene Uschi Disl freute sich neun Monate nach ihrem WM-Triumph an gleicher Stelle über ihren zweiten Podestplatz im Olympiawinter. "Der Schießstand hier liegt mir einfach. Hier komme ich zurecht. Ich bin sehr zufrieden", sagte Disl und räumte zugleich ein: "Läuferisch fühle ich mich absolut noch nicht fit. Aber hier ist noch niemand fit. Das wird erst in den nächsten Wochen kommen."

Disl, die als 17. des Einzellaufes ihr Gelbes Trikot der Führenden im Gesamtweltcup an Olga Saizewa weiterreichen musste, rückte der diesmal nur auf Rang 14 klassierten Russin wieder auf den sprichwörtlichen Pelz. Saizewa 151 Punkte, Uschi Disl 147 - so die knappe Gesamtwertung nach dem ersten Siebtel der Saison. Der Wermutstropfen für die deutsche Altmeisterin folgte dennoch am Ende des erfolgreichen Rennens. Bundestrainer Uwe Müssiggang verzichtet in der Staffel am Samstag (10.00 Uhr/live im ZDF und bei Eurosport) auf die Dienste der 35-Jährigen.

"Jetzt kann ich beruhigt Weihnachten feiern"

"Wir bleiben unserem Prinzip treu und geben allen Mädchen in der Staffel ihre Chance. Wir müssen in Turin die nötigen Alternativen haben", begründete Müssiggang. Für Disl und Henkel kommen diesmal Denkinger und die auf Rang elf platzierte Katrin Apel (Frankenhain) neben Wilhelm und Martina Glagow (Mittenwald/Platz 12) zum Zug.

Zusätzlicher Lohn für Simone Denkinger, die als Siebte und letzte aus dem deutschen A-Kader die interne Olympianorm geschafft hat. "Jetzt kann ich beruhigt Weihnachten feiern", meinte Denkinger. "Heute habe ich so richtig einen rausgelassen. So könnte der Winter weiter gehen." Ernsthaft wird sich die 26-Jährige vom SC Gosheim dies freilich nicht wünschen, denn schon zum neunten Mal in ihrer Karriere belegte sie Rang vier. Auf dem Siegerpodest stand sie im Weltcup erst zweimal als Dritte, aber noch nie als Siegerin.

© SID

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