Biathlon WM: Deutsche Biathletinnen feiern Dreifach-Triumph

Biathlon WM
Deutsche Biathletinnen feiern Dreifach-Triumph

Andrea Henkel, Martina Glagow und Kati Wilhelm haben bei der Biathlon-WM in Antholz im 12,5-km-Massenstartrennen einen deutschen Dreifach-Triumph gefeiert. Siegerin Henkel war bislang bei der WM ohne Medaille geblieben.

Mit ihrem grandiosen Dreifach-Triumph haben Andrea Henkel, Martina Glagow und Kati Wilhelm den grandiosen deutschen Auftritt bei der Biathlon-WM in Antholz bereits am vorletzten Tag gekrönt. Henkel avancierte vor 23 000 begeisterten Fans zur ersten deutschen Weltmeisterin in der Geschichte des 12,5-km-Massenstartrennens. Die deutschen Staffel-Olympiasieger landeten wegen zweier Strafrunden beim souveränen Sieg von Russlands Männern auf dem Bronzeplatz.

"Ich bin überglücklich, nach der langen Krankheit vor der WM hatte ich schon nicht mehr an meine Medaillenchance geglaubt", meinte Andrea Henkel (Großbreitenbach). Die vor der WM zwei Wochen erkältete Thüringerin hängte ihre Zimmer-Kollegin Martina Glagow (Mittenwald) erst auf der Zielgerade um 4,6 Sekunden ab. "Ich konnte einfach nichts mehr zusetzen. Ich habe es versucht, aber Andrea hatte doch mehr Kraftreserven", meinte die nach ihrer zweiten Medaille in Antholz (zuvor 15-km-Bronze) "super zufriedene" Unterlegene.

Erster Dreifach-Sieg der deutschen Damen in der WM-Geschichte

Sechs Sekunden danach komplettierte die gerade erst von einem Magen-Darm-Infekt genesene Kati Wilhelm den ersten Dreifach-Sieg der deutschen Damen in der WM-Geschichte und den ersten seit acht Jahren (zuletzt Ricco Groß vor Frank Luck und Sven Fischer im WM-Sprint 1999). "Ich war schon in den Rennen zuvor ganz dicht an der Medaille. Zum Glück hat es jetzt noch geklappt. Dafür habe ich den ganzen Winter gearbeitet", kommentierte Wilhelm den Gewinn ihrer ersten WM-Solomedaille nach sechs Jahren.

Im Schatten des glanzvollen Trios winkte auch Doppel-Weltmeisterin Magdalena Neuner lächelnd Richtung Zuschauer. Die Wallgauerin kam wegen sechs Strafrunden zwar nur als 14. ins Ziel, freute sich am Tag nach ihrem 20. Geburtstag "aber so wahnsinnig für die Drei. Jetzt haben wir alle eine Medaille".

© SID

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