Biathlon WM
Dopingsünderin Varis lebenslang gesperrt

Die Karriere von Biathlon-Läuferin Kaisa Varis ist beendet. Die Internationale Biathlon-Union (IBU) sperrte die 32-Jährige Finnin nach ihrem zweiten Dopingdelikt auf Lebenszeit.

Nach ihrem zweiten Dopingdelikt binnen fünf Jahren ist die Biathlon-Karriere von Kaisa Varis vorzeitig beendet. Die im Januar des EPO-Missbrauchs überführte Finnin wurde von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) lebenslang gesperrt. Das bestätigte IBU-Vizepräsident Alfons Hörmann am Montag abend dem Sport-Informations-Dienst (sid) nach der Sitzung des Exekutivkomitees.

"Es ist die einzig richtige Entscheidung und ein Signal, dass wir die Dinge in die Hand nehmen", sagte Hörmann. Die EBU sei über ihre Statuten abgesichert: "Dort ist von einem zweifachen Vergehen die Rede, was eine lebenslange Sperre nach sich ziehen muss. Da gibt es keine Fragezeichen."

Der beim Weltcup im Januar in Ruhpolding errungene Sieg wurde Varis ebenso aberkannt, wie alle im Saisonverlauf errungenen Weltcup-Punkte. Die 32 Jahre alte Finnin hat das Recht, gegen die IBU-Entscheidung Einspruch einzulegen.

Eine am 6. Januar bei Varis entnommene Dopingprobe hatte künstlich hergestelltes EPO (Erythropoetin) enthalten. Das Resultat der in einem Schweizer Labor analysierten A-Probe war von der auf Antrag der Athletin geöffneten B-Probe bestätigt worden. Varis bestritt ein Dopingvergehen vehement. Der IBU lag eine schriftliche Stellungnahme vor, die von Varis Anwälten eingereicht worden war. Die in Östersund geplante Anhörung der Finnin entfiel damit.

Entsprechend der Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und der IBU zeichnete sich ab, dass Varis als Wiederholungstäterin eingestuft und lebenslang gesperrt werden würde. Von 2003 bis 2005 war die damalige Langläuferin bereits wegen Epo-Missbrauchs gesperrt gewesen. Da Varis aber als Biathletin erstmals erwischt wurde, war laut IBU-Statut eigentlich eine Zweijahres-Sperre vorgesehen. Der Weltverband bereitet für seinen Kongress im September in Prag als Lehre aus dem Varis-Fall eine Statutenänderung vor.

© SID

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