Biathlon WM
Henkel will WM-Titel in Antholz verteidigen

Andrea Henkel zählt bei der Biathlon-WM in Antholz im 15-km-Einzellauf heute zu den Top-Favoritinnen auf die Goldmedaille. "Aber dazu muss es mit dem Schießen besser klappen", erklärte die WM-Titelverteidigerin.

Bei der Biathlon-WM in Antholz steht heute (14.15 Uhr/live in der ARD und bei Eurosport) der 15-km-Einzellauf auf dem Programm. Dabei sind die Rollen im deutschen Lager klar verteilt: Andrea Henkel hat beim langen Kanten ihren Titel von 2005 zu verteidigen, Magdalena Neuner genießt ihre Siege und wird für spätere Großtaten geschont.

"Ich habe kein Problem damit, dass ich die 15 Kilometer nicht laufen darf. Das ist ja nicht gerade meine Lieblings-Disziplin", erklärte "Gold-Lena". Aber dann erinnerte sich die 19-Jährige (für den 20. Geburtstag am Freitag planen die Teamgefährtinnen eine Überraschung) an den einzigen 15-km-Sieg ihrer Karriere und gestand: "Einmal war ich bayerische Landesmeisterin, und schön ist es auch, wenn man alle Rennen laufen darf."

"Wir brauchen Lena noch"

Bundestrainer Uwe Müssiggang zog seine Doppel-Weltmeisterin mit Blick auf Massenstart und Staffel am WM-Abschlusswochenende aber aus dem Verkehr: "Lena soll locker trainieren und regenerieren. Wir brauchen sie hier noch." Co-Trainer Harald Böse wurde deutlicher: "Hier werden am Wochenende einige Läuferinnen nur noch über die Runden schleichen, aber Lena kann dann noch einmal richtig Gas geben. Für sechs WM-Rennen reicht sowieso bei den meisten die Substanz nicht aus."

Überhaupt, so befand das routinierte Trainerduo, bleibe es dabei, dass Magdalena Neuner trotz ihrer beiden Sensationssiege zum Lernen in Antholz sei. "Bis Vancouver 2010 soll sie genügend Routine haben, um in allen schwierigen Situationen auch die richtigen Entscheidungen treffen zu können", sagte Müssiggang.

"Schießen muss besser klappen"

Die Lehrzeit hat Andrea Henkel längst hinter sich und zählt im Einzellauf als Titelverteidigerin und Olympiasiegerin von 2002 zu den Top-Favoriten: "Natürlich will ich zur Sieger-Pressekonferenz, aber dazu muss es mit dem Schießen besser klappen."

Insgesamt sieben Fahrkarten in den ersten beiden WM-Rennen sind nicht das Niveau der eigentlich besten deutschen Schützin, die deshalb beim Abschlusstraining besonders oft zur Gütekontrolle vor dem Schieß-Fernrohr des Bundestrainers auftauchte. "Heute war es sehr gut, ich muss jetzt die Nerven behalten", sagte die Thüringerin.

"Die Mädchen machen das schon"

Wie Henkel hatten auch Kati Wilhelm und Martina Glagow beim WM-Auftakt am Schießstand nicht überzeugt. Dennoch vertraut der Coach beim einzigen WM-Rennen, bei dem jeder Fehler eine Strafminute nach sich zieht, auf die Etablierten: "Ich habe versucht, für die nötige Lockerheit zu sorgen." Zuschauerin Neuner jedenfalls ist sicher: "Die Mädchen machen das schon."

© SID

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