Biathlon WM: Neuner feiert zweiten WM-Erfolg

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Biathlon WM
Neuner feiert zweiten WM-Erfolg

Magdalena Neuner hat nur einen Tag nach ihrem Erfolg im Sprint auch das WM-Jagdrennen gewonnen. Die 19-Jährige verwies in Antholz die Norwegerin Linda Grubben und die Schwedin Anna Carin Olofsson auf die Plätze.

Sensationell hat Magdalena Neuner nur einen Tag nach dem Sprint bei der Biathlon-WM in Antholz auch das Jagdrennen gewonnen. Die 19-Jährige aus Wallgau in Oberbayern verwies vor rund 18 000 begeisterten Fans nach 10km in 33:01,6 Minuten Linda Grubben aus Norwegen mit 7,1 Sekunden und die Schwedin Anna Carin Olofsson mit 7,6 Sekunden Vorsprung auf die weiteren Medaillenplätze.

"Die Erste im Ziel und schon vorher jubeln dürfen. Das ist das absolut Geilste, was es gibt", sagte "Gold-Lena" nach den Triumphen im Sprint- und Jagdrennen beim WM-Debüt. "Ich muss erstmal zur Ruhe kommen. Das ist nicht zu begreifen, was mir hier gelungen ist. Jetzt bin ich Doppel-Weltmeisterin, das ist doch der Wahnsinn." Neuner trat die Nachfolge der nicht mehr aktiven Uschi Disl an, die vor zwei Jahren bei der WM in Hochfilzen ebenfalls Sprint und Jagd zu ihren Gunsten entschieden hatte.

Selbst vier Strafrunden und ständige Attacken der knapp hinter ihr gestarteten Olympiasiegerin Olofsson brachten Neuner im Jagdrennen nicht aus der Erfolgsspur. Die am Vortag nur um 2,3 Sekunden distanzierte schwedische Topfavoritin wurde gar noch von Grubben überholt und letztlich Dritte.

Wilhelm würdigt Neuners "phänomenale Leistung"

"Sofort abbrechen", hatte Neuners Trainer Uwe Müssiggang bei Halbzeit des Jagdrennens gefordert. Sein Schützling führte knapp und beruhigte ihren Coach hinterher: "Mir war alles völlig wurscht, was hinter mir passiert ist. Ich habe mich auf der Schlussrunde nochmal richtig beeilt und hatte Glück, denn mich hat niemand überholt."

Die nach Sprintplatz sieben im Jagdrennen als Achte erneut mit sich selbst unzufriedene Olympiasiegerin Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) bescheinigte der Teamkollegin eine "phänomenale Leistung. Sensationell stark, was sie hier geleistet hat." Sportdirektor Thomas Pfüller, der am Streckenrand mit den Freudentränen kämpfte, rief die goldige Neuner-Show zur "Sternstunde des deutschen Biathlons" aus.

© SID

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