Biathlon WM
Neuner sprintet in Antholz zu WM-Gold

Dank einer famosen Laufleistung hat sich Magdalena Neuner bei der Biathlon-WM in Antholz trotz zwei Schießfehler Gold im Sprint gesichert. Im Ziel hatte die 19-Jährige 2,3 Sekunden Vorsprung auf Anna Carin Olofsson.

In ihrem ersten WM-Rennen hat sich "Nesthäkchen" Magdalena Neuner zum Auftakt der Biathlon-Weltmeisterschaften gleich die Goldmedaille gesichert. Sechs Tage vor ihrem 20. Geburtstag verwies die Wallgauerin über 7,5km überraschend Topfavoritin Anna Carin Olofsson (Schweden) knapp mit 2,3 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Olympiasiegerin Kati Wilhelm wurde Siebte.

"Unglaublich, eigentlich wollte ich doch nur das erste WM-Rennen meiner Karriere genießen. Und jetzt das. Ich kann es nicht fassen. Ich habe einfach alles richtig gemacht", stammelte Magdalena Neuner am Ende ungläubig - aber mit dem schönsten Lächeln des sonnenüberfluteten Antholzer Tales und von 10 000 zumeist deutschen Fans bejubelt.

Die fünfmalige Junioren-Weltmeisterin trat als Weltmeisterin die Nachfolge der nicht mehr aktiven Uschi Disl an. Shootingstar Neuner kassierte für ihren bisher größten Triumph über 30 000 Euro Prämie und darf am Sonntag (14.15 Uhr/live im ZDF und bei Eurosport) als Erste und Favoritin das 10-km-Jagdrennen aufnehmen.

"Schon vorher unglaublich lässig"

"Jetzt bin ich erst einmal überglücklich. Das Rennen gibt mir so viel Selbstvertrauen. Ich war schon vorher unglaublich lässig und habe mir keinen Druck gemacht", plauderte Neuner, die wieder mit Ohrstöpseln unterwegs war. Bei der letzten Zwischenzeit lag Massenstart-Olympiasiegerin Olofsson noch eine Sekunde vor ihrer deutschen Rivalin, konnte aber den Mini-Vorsprung nicht halten. "Ich habe am Schluss noch einmal gescheit Gas gegeben", sagte Neuner, die dank überragender Laufleistung sogar zwei Strafrunden nach Schießfehlern wettmachte.

"Super von Lena. Sie ist in die Bresche gesprungen", anerkannte auch Kati Wilhelm die Leistung der neuen Titelträgerin. Die Thüringerin selbst, die 2001 in Pokljuka selbst in ihrem ersten WM-Rennen Sprint-Gold erobert hatte, landete nach drei Schießfehlern nur auf Platz sieben. "Drei Fehler waren natürlich zu viel. Ich habe wenigstens den Rückstand in Grenzen gehalten. Morgen ist für mich die Medaille möglich", bilanzierte die dreimalige Olympiasiegerin, die 45,1 Sekunden hinter Neuner und nur 25,5 Sekunden hinter der Sprint-Dritten Natalja Gusewa (Russland) auf die Jagd geht.

© SID

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