Biathlon WM
Svendsen entscheidet WM-Massenstart für sich

Bei der Biathlon-WM in Östersund hat sich der Norweger Emil Hegle Svendsen am Schlusstag den Sieg im Massenstart gesichert. Bester Deutscher war Michael Greis auf Rang 13.

Titelverteidiger Michael Greis war als 13. noch der Beste: Die deutschen Biathleten mussten zum WM-Abschluss in Östersund eine schwere Schlappe einstecken. Im Massenstartrennen über 15km gewann Emil Hegle Svensen den Zielspurt gegen seinen norwegischen Teamgefährten Ole Einar Björndalen und verbuchte damit sein zweites Gold. Russlands Doppel-Weltmeister Maxim Tschudow wurde Dritter.

"Ich habe zu schnell den Zug nach vorne verpasst. Da war dann nichts mehr drin", sagte Greis. Der Mixed-Weltmeister, der am Vortag als Schlussläufer mit einer Energieleistung dem deutschen Quartett Staffel-Bronze gerettet hatte, war diesmal zeitig aus dem Rennen. Bei beiden Liegendschießen leistete sich der 31-Jährige aus Nesselwang jeweils zwei Fehler und fiel damit zwischenzeitlich auf den vorletzten Platz aussichtslos zurück. "Jetzt muss ich erst einmal wieder Kräfte sammeln für den Rest der Saison."

Ullrich mit Schießleistung nicht zufrieden

Bundestrainer Frank Ullrich haderte mit den schwachen Schießleistungen seiner Männer, denn auch die zunächst in der Spitze mithaltenden Andreas Birnbacher (Schleching) und Michael Rösch (Altenberg) feuerten beim Stehendschießen drei sowie gar fünfmal daneben und fielen auf die Ränge 16 sowie 28 zurück. Alexander Wolf (Oberhof), der als Dritter des 20-km-Rennens als einziger deutscher Skijäger mit einer Einzelmedaille nach Hause fährt, und Daniel Graf (Frankenhain) waren mit jeweils drei Fahrkarten noch die besten Schützen und belegten die Ränge 14 sowie 17.

"Das Staffelrennen hat doch Spuren hinterlassen, da sind einige meiner Männer über ihr Limit hinausgegangen, vor allem Greis", entschuldigte Ullrich. Aber: "Die Konzentration beim Schießen war mangelhaft. Das können wir viel besser." Insgesamt sei seine Mannschaft in Östersund mit zweimal Bronze und dem Anteil am Mixed-Gold im Soll geblieben.

Weit vor den müden deutschen Recken vollzog an der Spitze Norwegens "Kronprinz" Emil Hegle Svendsen mit einem beeindruckenden Zielspurt den Machtwechsel und hängte den bisherigen Biathlon-König Ole Einar Björndalen scheinbar spielend ab. Der verpasste es damit, mit seinem elften Gold Frank Luck als erfolgreichsten Biathleten aller Zeiten abzulösen. Am Ende rundete Maxim Tschudow als Dritter den erneut famosen Auftritt der drei in Östersund mit Abstand besten Biathleten ab.

© SID

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