Biathlon WM
Wilhelm: "Es ist wie ein schöner Traum"

Mit drei Medaillen hat Kati Wilhelm der Biathlon-WM bisher ihren Stempel aufgedrückt. Dass in Pyeongchang weitere Siege folgen sollen, untermauerte die Thüringerin im Interview.

Aller guten Dinge sind drei. Im Fall der Kati Wilhelm stimmt das nicht ganz. Denn für die Biathletin muss nach drei Medaillen bei der Biathlon-WM in Pyeongchang/Südkorea noch nicht Schluss sein. Sicherlich, mit Gold im Sprint und im jüngsten 15-km-Einzelrennen sowie Silber in der Jagd hat die Thüringerin ihr Soll schon deutlich erfüllt. Doch aufgepasst: "Vor allem in der Staffel haben wir uns noch allerhand vorgenommen", sagte Wilhelm im Interview nach dem 15-km-Rennen, in dem die 32-Jährige selbstverständlich auch die Freude über das bisher Geleistete zum Ausruck brachte.

Frage: "Gold im Sprint, Silber in der Jagd und nun auch noch 15-km-Gold: Wird die Biathlon-WM zu Kati-Wilhelm-Festspielen?"

Kati Wilhelm: "Es ist schon unglaublich. Aber wie heißt es immer so schön: Wenn es läuft, dann läuft es. Heute morgen habe ich beim Jogging noch daran gedacht, dass es doch schön wäre, noch eine Medaille zu gewinnen. Und jetzt habe ich sie. Es ist wie ein schöner Traum."

Frage: "Sie haben nie zuvor ein 15-km-Rennen gewonnen. Warum hat es ausgerechnet heute geklappt?"

Wilhelm: "Das war mein heimliches Ziel, eigentlich wollte ich mir das für die Olympischen Spiele in Vancouver aufheben. Ich wusste, dass ich es drauf habe, denn eigentlich bin ich doch eine stabile Schützin. Es war wahrscheinlich eine Frage des Selbstbewusstseins. Mit zwei Medaillen im Rücken zweifelt man am Schießstand nicht mehr, da ist man überzeugt davon, das man trifft."

Frage: "Sie standen heute bereits das dritte Mal in Pyeongchang auf dem Siegerpodest. Kommt da Routine auf, kann man sich an das Siegen gewöhnen?"

Wilhelm: "Siege sind etwas ganz Besonderes, daran kann man sich nie gewöhnen. Da stand bei der deutschen Hymne schon Wasser in meinen Augen."

Frage: "Ole Einar Björndalen hat dreimal Gold, Sie schon zweimal, wird die WM zum Fernduell zwischen Ihnen beiden?"

Wilhelm: "Im Moment ist Ole nur knapp besser, er ist etwas ganz Spezielles. Er hat so viele Siege errungen. Mit ihm kann ich mich gar nicht vergleichen."

Frage: "Was ist von Kati Wilhelm bei dieser WM noch zu erwarten?"

Wilhelm: "Ich bin hergekommen und wollte eine Einzel- und eine Staffel-Medaille gewinnen. Jetzt habe ich schon drei, und das motiviert mich noch mehr. Ich möchte gerne das mitnehmen, was möglich ist. Vielleicht kehre ich auch als erfolgreichste Teilnehmerin heim. Vor allem in der Staffel haben wir uns noch allerhand vorgenommen."



© SID

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