Bittere Niederlage gegen China
Deutsches Fed-Cup-Team abgestiegen

Nach nur einjähriger Zugehörigkeit zur Weltspitze ist das deutsche Fed-Cup-Team wieder in die Zweitklassigkeit zurückgekehrt. Ohne ihre Spitzenspielerin Anna-Lena Grönefeld, die verletzungsbedingt nicht dabei war, hatte die junge Mannschaft von Teamchefin Barbara Rittner beim 1:4 im Playoff gegen China in Peking erwartungsgemäß keine Chance, verkaufte sich aber dennoch teuer. "Wir haben alles gegeben und super gekämpft", sagte Rittner: "Insgesamt war es eine gute Woche, auf die man aufbauen kann."

Nach den Niederlagen der beiden Debütantinnen Kristina Barrois (Bous) und Kathrin Wörle (Bad Wörishofen) gegen Wimbledon-Viertelfinalistin Li Na und Zheng Jie war Deutschland bereits am Samstag nahezu aussichtslos mit 0:2 in Rückstand geraten. Am Sonntag holte Li mit dem 7:5, 7:5 gegen Wörle den entscheidenden dritten Punkt. Dabei hatte die Deutsche nach einer beherzten Aufholjagd und einem Rebreak im zweiten Durchgang sogar zwei Satzbälle bei eigenem Aufschlag, die sie aber beide vergab. "Schade, da war mehr drin", meinte Rittner.

Den Ehrenpunkt für die Gäste gewann die 18-jährige Tatjana Malek aus Bad Saulgau, der mit dem 4:6, 6:3, 6:3 gegen Doppel-Olympiasiegerin Sun Tiantian ein für sie persönlich gelungenes Debüt im Fed Cup gelang. Im abschließenden Doppel waren Kristina Barrois und Jasmin Wöhr (Stuttgart) beim 3:6, 4:6 gegen die Wimbledonsiegerinnen Yan Zi/Zheng Jie chancenlos. China spielt im nächsten Jahr im Kreis der acht weltbesten Nationen in der Weltgruppe I.

Die deutsche Mannschaft muss im nächsten Jahr in der Weltgruppe II antreten, die im September in London ausgelost wird. Vieles spricht dafür, dass Barbara Rittner den Spielerinnen, die sich in Peking im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegen die chinesische Weltklasse-Armada achtbar schlugen, auch künftig das Vertrauen schenkt. "Auf diese jungen Leute kann man bauen", sagte die Teamchefin: "In der Weltgruppe II haben sie mit Sicherheit eine Chance und können sich so allmählich nach oben spielen."

Möglicherweise wird dann auch wieder Anna-Lena Grönefeld dabeisein, die nach den wochenlangen öffentlich ausgetragenen Querelen um ihren Trainer Rafael Font de Mora in Peking wegen urplötzlich wieder aufgetretener Beschwerden an ihrem im November 2005 lädierten Fuß fehlte. Verzichten wird Rittner dagegen künftig auf Julia Schruff (Augsburg) und Martina Müller (Hannover), die für den beschwerlichen Trip nach China aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung standen.

© SID

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