Bob Weltcup
Deutsche Damen holen Doppelsieg im Bob

Cathleen Martini und Sandra Kiriasis haben beim Bob-Weltcup in Lake Placid für einen deutschen Doppelsieg gesorgt. Bei den Männern läuft es dagegen noch nicht wie erhofft.

Die deutschen Bob-Pilotinnen sind schon in Olympiaform und rasen der Konkurrenz weiter davon. Beim Weltcup in Lake Placid gab es durch die WM-Dritte Cathleen Martini (Oberbärenburg) und Olympiasiegerin Sandra Kiriasis (Hochsauerland) erneut einen Doppelsieg. "Das ist natürlich ein perfekter Saisonstart", sagte Martini nach dem siebten Weltcuperfolg ihrer Karriere.

Die deutschen Männer warten dagegen weiter auf den ersten Podestplatz des olympischen Winters. Ohne den dreimaligen Olympiasieger Andre Lange (Adduktorenverletzung) sprangen im Zweier nur die Plätze fünf und acht durch Thomas Florschütz (Riesa) und Karl Angerer (Königssee) heraus. Am Sonntagnachmittag steht noch der Vierer-Wettbewerb an.

Die deutschen Frauen bleiben unterdessen das Maß aller Dinge. Schon beim Weltcup-Auftakt in Park City hatte Martini vor Kiriasis gewonnen. Einen Dreifach-Triumph auf der 1455m langen Strecke in Lake Placid verhinderte lediglich die Kanadierin Kaillie Humphries als Dritte vor Claudia Schramm (Oberhof) mit Anschieberin Christin Senkel (Winterberg).

Zweiter Saisonsieg für Martini

Die 27-jährige Martini kam erstmals in ihrer Karriere zu zwei Weltcupsiegen in einer Saison. Mit der starken Anschieberin Romy Logsch (Riesa) legte sie zweimal Laufbestzeit hin und lag im Ziel nach 20 Kurven 0,41 Sekunden vor Kiriasis mit Janine Tischer (Meiningen). Nach dem ersten Durchgang betrug der Vorsprung lediglich 0,01 Sekunden. Logsch war in der Vergangenheit noch Anschieberin von Kiriasis, doch nach einem Streit mit der Weltmeisterin wechselte sie zu Martini.

Im Gesamtweltcup führt Martini mit der Maximalausbeute von 450 Punkten vor Kiriasis (420). Schramm liegt mit 336 Zählern auf Rang sieben.

Männer-Bobs fahren hinterher

Die deutschen Männer sind derweil weiter auf der Suche nach ihrer Bestform. Vizeweltmeister Florschütz lag nach zwei Läufen mit Anschieber Marc Kühne (Riesa) 0,73 Sekunden hinter Sieger John Napier. Es war der erste Erfolg im Weltcup für den US-Piloten. Sein Landsmann Steven Holcomb (0,26 Sekunden zurück) wurde Zweiter vor dem Schweizer Ivo Rüegg (0,29).

"Wir hatten wenig Speed. Die Strecke in Lake Placid ist nicht leicht zu fahren. Da muss man erstmal runter", meinte Florschütz nach einigen kleinen Fehlern im Rennen.

Der WM-Neunte Karl Angerer musste sich mit Anschieber Gregor Bermbach (Königssee) mit einem Rückstand von 1,05 Sekunden mit Rang acht begnügen. Lange lässt sich derzeit wegen seiner Adduktorenverletzung in München behandeln. Er hofft auf eine Rückkehr in den Weltcup bei den Rennen im italienischen Cesana (5./6. Dezember).

© SID

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