Bob Weltcup
Erster Weltcup-Sieg für Thomas Florschütz

Beim Zweierbob-Weltcup im österreichischen Igls feierte Thomas Florschütz mit Anschieber Marc Kühne seinen ersten Weltcup-Sieg. Andre Lange fuhr überraschend nur auf Platz vier.

Thomas Florschütz holte sich ein Siegerküsschen von Freundin Diane ab, Olympiasieger Andre Lange fuhr mit Untergewicht nur auf Platz vier: Die deutschen Zweierbob-Piloten haben das oberste Treppchen auch beim ersten Auswärts-Weltcup der Saison in Igls fest besetzt. Während Florschütz den ersten Weltcup-Sieg seiner Karriere feierte, war Langes Schlitten ohne Stammanschieber Kevin Kuske rund 15 Kilo leichter und damit ohne Chance.

"Jetzt fällt natürlich eine Last von mir ab. Ich habe schon öfters oben angeklopft, jetzt hat es geklappt", sagte der überglückliche Florschütz. Nur 0,08 Sekunden lag der Vizeweltmeister am Ende vor dem Schweizer Beat Hefti. Weitere 0,05 Sekunden dahinter fuhr Steven Holcomb (USA) auf Platz drei.

Nur der Beste kann die zweite Saisonhälfte komplett fahren

Mit dem Sieg punktete der deutsche Meister aus Riesa vor allem im Zweikampf mit Karl Angerer (Königssee). Die beiden Piloten bestreiten die ersten vier Saisonrennen im Wechsel, nur der Beste darf dann die zweite Saisonhälfte komplett fahren. Angerer hatte mit seinem Sieg im Vierer in der vergangenen Woche in Altenberg seinen Konkurrenten ordentlich unter Druck gesetzt.

Aus dem Zwei- dürfte nun ohnehin ein Dreikampf geworden sein. Während nach Angerer nun auch Florschütz vorne mitmischte, fuhr Matthias Höpfner (Winterberg) als Fünfter mal wieder hinterher. Der Olympia-Fünfte bleibt dennoch gelassen: "Es waren solide Fahrten. Holcomb war im zweiten Lauf eben richtig gut."

Mit stoischer Ruhe nahm auch Weltmeister Lange nach dem Sieg in Altenberg die Niederlage im kleinen Schlitten hin. "Das fehlende Gewicht ist hier ein großer Nachteil. Ich habe eigentlich mit einem noch größeren Rückstand gerechnet", meinte Lange. Am Ende fehlten dem Oberhofer und Anschieber Martin Putze nur 0,04 Sekunden zu Platz drei.

Der eigentliche Anschieber Kuske hatte sich mit einer Muskelverhärtung im linken Oberschenkel abgemeldet und war bereits am Freitag zur Reha ins heimische Potsdam gereist. Kuske wird frühestens beim Weltcup am 10./11. Januar in Königssee wieder dabei sein, die Rennen in Cesana am 20./21. Dezember wollte er ohnehin zugunsten einer intensiven WM-Vorbereitung auslassen.

© SID

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