Bob Weltcup
Höpfner auch im Viererbob in Olympiaform

Nach seinem ersten Weltcup-Sieg im Zweierbob lief es auch im Viererbob für Matthias Höpfner glatt. Gemeinsam mit Ronny Listner, Marc Kühne und Andreas Barucha fuhr der Riesaer in Cortina auf den zweiten Platz.

Beim Weltcup in Cortina präsentierte sich Matthias Höpfner in guter Verfassung. Nachdem der Risaer im Zweierbob seinen ersten Weltcup-Sieg eingefahren hatte, überzeugte er gemeinsam mit Ronny Listner, Marc Kühne und Andreas Barucha auch im Viererbob und wurde zeitgleich mit Weltcup-Spitzenreiter Martin Annen aus der Schweiz und 0,23 Sekunden langsamer als der US-Amerikaner Todd Haysnoch Zweiter.

"Wenn es Höpfner hilft zu gewinnen, da bleibe ich immer im Bett", kommentierte Raimund Bethge. Der Chefbundestrainer verfolgte nach seinem Trainingsunfall die Überraschung am TV-Gerät in der Murnauer Klinik. Höpfner freute sich: "Wahnsinn. Wir sind auf dem aufsteigenden Ast."

Olympiasieger Andre Lange wurde mit einem Reserveteam und 0,71 Sekunden Rückstand wie schon im Zweier nur Achter. In der Zweier-Gesamtwertung führt Annen (325 Punkte) nach vier von sieben Stationen vor Lange (276). Olympiakandidat Rene Spies (Winterberg) fehlte in Cortina wegen einer Magen-Darm-Erkrankung. Der Oberhofer Lange zieht sich nun zur Olympia-Vorbereitung zurück, lässt die deutsche Meisterschaft in Winterberg (7./8. Januar) und den nächsten Weltcup in Königssee (14. /15. Januar) aus.

"Wer hätte schon auf uns gewettet?"

Höpfner, Junioren-Doppel-Weltmeister von 2002, muss bei diesen Terminen noch um das Olympiaticket kämpfen: "Nach unserem schwachen Saisonstart gab es nicht nur harte Worte vom Verband, die gab es auch von uns selbst. Wir wollen nach Turin, und das war unsere Kampfansage. Wer hätte schon auf uns gewettet?"

Höpfner will nun mit Frau und Töchterchen ein ruhiges Weihnachtsfest verbringen, sich dann richtig auf die entscheidenden Duelle mit Spies vorbereiten. Interimschef Wolfgang Hoppe: "Er hat einen Schritt gemacht. Aber es bleibt dabei: Spies und er kämpfen um ein Ticket." Nicht ausgeschlossen ist aber, dass jeder der beiden Piloten in Turin in einer Kategorie antreten darf.

Der mit drei Siegen überragend in den Olympiawinter gestartete Weltmeister Lange wird den "Vierer-Schlitten erst mal in die Ecke stellen". In aller Ruhe will er sich dann mit dem Material befassen, die FES-Spezialisten werden möglicherweise keinen ruhigen Feiertag haben. Im Zweierbob hatte sich Langes Verzicht auf Stamm-Anschieber Kevin Kuske stark bemerkbar gemacht, Ersatzmann Alexander Metzger ist gleich 15 kg leichter.

© SID

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