Bob Weltcup
Kiriasis mit Rang zwei in St. Moritz zum EM-Titel

Im Zweierbob-Weltcup in St. Moritz musste sich Sandra Kiriasis mit Platz zwei hinter der Kanadierin Helen Upperton begnügen. Kiriasis konnte sich aber mit dem Gewinn des EM-Titels trösten.

"Nur" Platz zwei und trotzdem mit Gold dekoriert: Bob-Weltmeisterin Sandra Kiriasis hat zwar beim Weltcup in St. Moritz gegen die Kanadierin Helen Upperton verloren, als Zweite aber erstmals den zugleich ausgefahrenen Titel einer Europameisterin gewonnen. "Der Titel fehlte mir noch", sagte die Winterbergerin, die auf der längsten Naturbahn der Welt am Ende 22 Hundertstelsekunden hinter Upperton lag.

Tagesplatz drei sicherte sich Gerda Weissensteiner (Italien) vor Susi Erdmann, die zuletzt ihr Heimrennen am Königssee gewonnen hatte und nun als EM-Dritte zu den Olympischen Spielen nach Turin reisen kann. "Ich habe im Ziel immer geschaut, ob irgend jemand den Daumen nach oben reckt, aber niemanden entdeckt. Die Bahn ist so lang und anstrengend. Ich bin ziemlich kaputt, aber sehr zufrieden", sagte Sandra Kiriasis und umarmte ihre Anschieberin Berit Wiacker.

Nach vier Saisonsiegen, einem dritten und einem zweiten Weltcup-Rang führt die gerade 31 Jahre alt gewordene Sportsoldatin Kiriasis den Weltcup mit 570 Punkten souverän vor Upperton (472) an, die zum ersten Mal in ihrer Karriere einen Weltcup gewinnen konnte und zugleich den sieggewohnten deutschen Pilotinnen die erste Niederlage im Olympiawinter beibrachte.

"Upperton ist am Start brutal schnell"

"Upperton ist am Start brutal schnell. Das wird ein hartes Stück Arbeit in Turin", blickte Kiriasis auf die Olympiarennen voraus. "In Italien habe ich auch Weissensteiner auf der Rechnung." Kiriasis kann als beste deutsche Fahrerin wahrscheinlich ihre beiden Stamm-Bremserinnen Anja Schneiderheinze und Wiacker mit in die Olympiastadt nehmen. Erdmann darf eine dritte Anschieberin für ihren Schlitten vorschlagen.

Auf der Naturbahn im Schweizer Nobel-Kurort, dem "Wimbledon" der Bobfahrer, bestreiten die Herren am Samstag ihre Rennen im Zweier sowie am Sonntag (1. Lauf jeweils 10.00 Uhr) die im Vierer. Die deutschen Piloten Rene Spies (Winterberg) und Matthias Höpfner (Riesa) kämpfen dabei um noch einen freien Startplatz für Turin.

© SID

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