Bob WM
Deutscher Zweierbob-Doppelsieg in Altenberg

Andre Lange und Kevin Kuske haben den Zweierbob-Wettbewerb bei der WM in Altenberg gewonnen. Thomas Florschütz/Mirko Pätzold machten den deutschen Doppelsieg als Zweite perfekt.

Die deutschen Zweierbobs konnten bei der WM in Altenberg einen Doppelsieg feiern. Doppel-Olympiasieger Andre Lange wurde seiner Favoritenstellung gerecht und gewann souverän die Goldmedaille. Der Titelverteidiger aus Oberhof war mit Anschieber Kevin Kuske nach vier Läufen insgesamt 1,06 Sekunden schneller als Thomas Florschütz/Mirko Pätzold (Riesa). Matthias Höpfner/Alexander Mann (Oberbärenburg) verpassten Bronze und wurden Vierte hinter dem Russen Alexander Subkow.

"Das hat riesigen Spaß gemacht, das Finale habe ich richtig genossen. Ich habe hinten die meisten PS", sagte Lange und klopfte seinem Anschieber Kevin Kuske auf die Schultern. Einen Vorsprung von 1,06 Sekunden hatte der Thüringer noch nie herausgefahren. Wenig später stärkte er sich mit einer Fettschnitte und ein paar Schluck Bier. Auch Florschütz strahlte drei Tage vor seinem 30. Geburtstag: "Ein unglaubliches Gefühl." Sportdirektor Stefan Krauß fand die Dominanz und das Ergebnis "wahnsinnig".

Einen Schmatzer gab es vom traditionell mit blondierten Haaren angetretenen Lange für Claudia Schramm, da diese ihm ihre Kufen zur Verfügung gestellt hatte. Doppel-Olympiasieger Lange zog in der ewigen Bestenliste der Piloten mit Christoph Langen gleich und ist auch im Vierer-Wettbewerb am kommenden Wochenende der Topfavorit. Vor ihm liegen nur noch der Italiener Eugenio Monti (11 Titel) und Wolfgang Hoppe (8). Im Zweier war der Ausnahmepilot 2003 und 2007 erfolgreich.

Lange/Kuske machten allein am Start insgesamt sechs Zehntel gegenüber Florschütz/Mirko Pätzold (Riesa) gut. "Ich stehe gut im Saft", sagte Kuske strahlend: "Eine Zerrung im Bereich des Oberschenkels ist seit zwei Wochen auskuriert. Auch Andre ist fit, jetzt steht eine anstrengende Vierer-Woche vor uns." Für Höpfner (Oberbärenburg), dem acht Hundertstel zu Bronze fehlten, steht am Montag der Teamwettbewerb auf dem Programm.

Eine peinliche Panne gab es für die Organisatoren: Am Samstag fiel wie schon zum Auftakt der Strom aus, das Rennen musste unterbrochen werden. Die vielen Stürze auf der anspruchsvollsten Piste der Welt gingen allesamt glimpflich aus. Lange meinte: "Hier kann man schnell mal auf die Seite gehen. Da ist volle Konzentration notwendig."

© SID

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