Bob WM
Lange bei Halbzeit auf Gold-Kurs

Titelverteidiger Andre Lange liegt bei Halbzeit der Zweierbob-WM in Altenberg auf Goldkurs. Thomas Florschütz belegt den zweiten, Matthias Höpfner den dritten Rang.

Zur Halbzeit der Zweierbob-WM in Altenberg hat Titelverteidiger Andre Lange seine Gold-Ambitionen untermauert. Der Titelverteidiger aus Oberhof war mit Anschieber Kevin Kuske in den ersten beiden Läufen insgesamt 0,72 Sekunden schneller als Thomas Florschütz/Mirko Pätzold (Riesa). Matthias Höpfner/Alexander (Oberbärenburg) sind eine weitere Zehntelsekunde zurück Dritte, noch einmal 0,10 Sekunden dahinter folgt der Russe Alexander Subkow als Vierter.

"Das war ein ordentlicher Auftakt. Wir haben uns hier viel vorgenommen und speziell vorbereitet", sagte ein sichtlich zufriedener Lange: "Aber es kann auf der schwierigen Bahn von Altenberg immer etwas anbrennen. Deshalb gehen wir in den nächsten Läufen mit noch mehr Konzentration zur Sache." Der zweitplatzierte WM-Neuling Florschütz schaut freilich nicht mehr auf Platz eins: "Lange fährt in einer anderen Liga."

Lange auf den Spuren von Langen

Die Entscheidung fällt in den beiden restlichen Durchgängen am Sonntag (ab 11.00 Uhr). Doppel-Olympiasieger Lange kann seinen insgesamt siebten WM-Titel gewinnen und in der ewigen Bestenliste mit Christoph Langen gleichziehen. Vor ihm liegen dann nur noch der Italiener Eugenio Monti (11 Titel) und Wolfgang Hoppe (8). Im Zweier war der Thüringer 2003 und 2007 erfolgreich.

Der 34-jährige Lange fuhr bei leichtem Schneefall bereits im ersten Lauf 0,44 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Höpfner und baute diesen Vorsprung bei dann idealen Bedingungen noch aus. Der Olympiafünfte Höpfner, der noch keine WM-Medaille in seiner Laufbahn gewonnen hat, meinte erleichtert: "Es läuft nach Plan, Silber ist möglich."

Lange/Kuske machten in den beiden Läufen bereits am Start gegenüber Florschütz insgesamt 0,32 Sekunden gut. "Ich stehe gut im Saft", sagte Kuske: "Eine Zerrung im Bereich des Oberschenkels ist seit zwei Wochen auskuriert."

Florschütz will sich "nicht verrückt machen"

Der 29-jährige Florschütz, der erstmals einen großen Wettbewerb mit vier Läufen an zwei Tagen erlebt, will sich "nicht verrückt machen". Er werde den Schlitten vorbereiten, seine Freundin treffen und am Abend mit einem Gute-Nacht-Bier abschalten. "Freitagabend war ich schon ein bisschen aufgeregt, aber mit dem ersten Bier hat sich das gelegt", meinte er grinsend.

Lange Gesichter gab es bei der internationalen Konkurrenz. Mitfavorit Subkow konnte zwar am Start einigermaßen mithalten, leistete sich aber dann zu viele Fehler. "Diese Zeiten wundern mich schon", meinte Kuske.

Vizeweltmeister Ivo Rüegg aus der Schweiz hat als Fünfter mit 0,99 Sekunden Rückstand zumindest den Kampf um einen Podestplatz noch nicht aufgegeben. "Im ersten Lauf habe ich beim Start eine Windböe bekommen, eine Medaille bleibt das Ziel", meinte Rüegg nach der immerhin drittbesten Zeit im zweiten Durchgang.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%