Bochum überrollt VfL Wolfsburg
Arbeitssieg für Bayern München

Der FC Bayern setzt im Kampf um die Meisterschaft Schalke 04 weiter zu. In Sachen Abstiegskampf geht es nach dem klaren Erfolg des VfL Bochum wieder richtig eng zu.

HB BERLIN. Bayern München hat vorerst wieder die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Der Rekordmeister setzte sich am 27. Spieltag mit 3:1 gegen Hansa Rostock durch. Die punktgleichen Schalker (53 Punkte) können sich aber am Sonntag mit einem Punktgewinn gegen Mainz 05 wieder auf Platz eins setzen und im Falle eines Sieges den Vorsprung auf drei Zähler ausbauen.

Im Abstiegskampf hat am Samstag allein der VfL Bochum Boden gut gemacht. Der VfL holte mit dem 5:1 gegen Wolfsburg drei Zähler und verringerte den Rückstand auf Rang 16 vorerst auf fünf Zähler. Damit steht der Tabellenletzte aus Freiburg am Sonntag in Stuttgart schon vor seiner letzten Chance. Ansonsten ist der Zug für die Breisgauer wohl abgefahren.

Die Stuttgarter wiederum (45) wollen sich den dritten Tabellenrang von den Bremern (47) zurückholen. Werder hat mit dem 2:1 beim 1. FC Nürnberg vorgelegt. Mit etwas Abstand streiten sich Hertha BSC (3:0 gegen Bielefeld), Bayer Leverkusen (2:0 gegen Kaiserslautern) sowie der Hamburger SV trotz des 2:3 gegen Dortmund um die restlichen Plätze im internationalen Geschäft.

Hamburger SV - Borussia Dortmund 2:3 (1:1)

Nachdem bei Borussia Dortmund vorerst wieder Ruhe eingekehrt ist, spielt die Mannschaft auch wieder erfolgreicher. Spielmacher Tomas Rosicky brachte die Westfalen nach zehn Minuten mit einem Fernschuss in Führung. Diese hielt allerdings nur 20 Minuten. Dann gelang Colin Benjamin per Kopf der Ausgleich für die Hanseaten. Die Gastgeber hatten mehr vom Spiel und kamen durch Stefan Beinlich (57.) sogar zum 2:1. Nur vier Minute später traf Lars Ricken allerdings zum 2:2. Ewerthon (86.) machte den Sieg der Borussia dann perfekt.

Bayer Leverkusen - 1. FC Kaiserslautern 2:0 (1:0)

Jan Inger Callsen-Bracker (13.) hatte per Kopfball das 1:0 für die Gastgeber erzielt. Kaiserlautern war mit Ausnahme der Anfangsphase das bessere Team. Doch die Stürmer scheiterten immer wieder an Bayer-Schlussmann Jörg Butt. Auch die Anfangsphase der zweiten Hälfte verschliefen die Pfälzer. Nur 32 Sekunden nach dem Wiederanpfiff erzielte Andrej Woronin das entscheidende 2:0.

Hertha BSC Berlin - Arminia Bielefeld 3:0 (1:0)

Hertha BSC macht im Kampf ums internationale Geschäft wieder Druck. Thorben Marx brachte die Berliner im Heimspiel gegen die Arminia mit seinen beiden Treffern im Alleingang auf die Siegerstraße (29./56.). Yildiray Bastürk erzielte in der Nachspielzeit den dritten Treffer.

Bayern München - Hansa Rostock 3:1 (1:1)

Thomas Möhle versetzte dem FC Bayern nach 16 Minuten per Kopf zunächst einen Tiefschlag. Der Außenseiter aus Rostock ging im Olympiastadion mit 1:0 in Führung. Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe die Bayern ausgleichen konnten. Lucio drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Der Brasilianer hatte in der Anfangsphase den Ball ans Lattenkreuz gedonnert (8.). Claudio Pizarro gelang aber noch der umjubelte Siegtreffer (65.). Michael Ballack sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter für den Endstand (89.).

Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:1)

Borussia Münchengladbach läuft seinen eigenen Ansprüchen weiter hinterher. Auch in Hannover gab es beim 1:2 nichts zu holen. Vaclav Sverkos hatte nach 32 Minuten für die Mannschaft von Trainer Dick Advocaat getroffen. Jiri Stajner gelang aber nach 59 Minuten der Ausgleich für die Niedersachsen. Vinicius (73.) machte den Heimsieg der 96er perfekt.

VfL Bochum - VfL Wolfsburg 5:1 (4:0)

Der VfL Bochum meldet sich im Kampf um den Klassenerhalt zurück. Schon nach 45 Minuten stand es 4:0 im Heimspiel gegen Wolfsburg. Der Brasilianer Edu (14./38.), Dariusz Wosz (24.) und Vratislav Lokvenz (40.) erzielten die Treffer für eine groß aufspielende Bochumer Elf. Nach der Pause erhöhte Peter Madsen gar auf 5:0 (57.). Martin Petrow gelang immerhin noch der Ehrentreffer für die Gäste (73.).

1.FC Nürnberg - Werder Bremen 1:2 (0:2)

Nach 22 Minuten machte Werder Bremen ernst. Ivan Klasnic köpfte zum Führungstreffer für den deutschen Meister ein. Das 2:0 entsprang einer Standardsituation. Nach einem Freistoß von Johan Micoud war Klasnic diesmal per Fuß erfolgreich (45.). Stefan Kießling konnte für den «Club» nur noch verkürzen. (69.).

VfB Stuttgart - SC Freiburg

Der VfB ist nach zuletzt zehn Punkten aus vier Partien wieder voll in den Kampf um die Champions-League-Plätze eingestiegen. Nun kommt mit dem SC Freiburg eine fast schon wie sicher abgestiegene Mannschafts ins Gottlieb-Daimler-Stadion. Da ist ein Sieg natürlich Pflicht. Zumal die Schwaben noch die 0:2-Niederlage gegen die Badener schmerzlich in Erinnerung haben. «Es muss Wiedergutmachung geben», erklärte denn auch Trainer Matthias Sammer und forderte neben einer sportlichen Reaktion auf dem nach wie vor schlechten Grün im Stadion auch eine entsprechende gedankliche Vorbereitung auf die Partie von seinen Spielern ein, um scherzhaft zu ergänzen: «Wenn wir am Sonntag drei Punkte holen, dann müssen wir uns überlegen, ob wir überhaupt den Rasen austauschen lassen.»

Die zehnte Saison des SC Freiburg in der Bundesliga wird wohl als eine der schlechtesten in die Geschichte der Breisgauer eingehen. Beim Tabellenletzten läuft so gut wie gar nichts zusammen. Selbst Langzeit-Trainer Volker Finke wird von den Fans in Frage gestellt - das gab es noch nie in Freiburg. Immerhin bricht Daniel Schumann eine Lanze für seinen Coach: «Bei uns kriegt immer nur der Trainer auf die Fresse, dabei sollte sich jeder Spieler mal fragen, was nicht stimmt.» Dafür ist es wahrscheinlich zu spät. Auch Schumann glaubt nicht mehr an ein Wunder: «Es wäre unfassbar, wenn wir das noch schaffen.»

FSV Mainz 05 - FC Schalke 04 (beide Sonntag, 17.30 Uhr)

Die Mainzer haben sich in den letzten beiden Spielen gefangen. Dem 5:0 gegen Freiburg ließen sie ein 0:0 bei Werder Bremen folgen. Zwar findet sich der Aufsteiger immer noch auf Platz 15 der Tabelle wieder, aber er ist immerhin von einem Abstiegsplatz sieben Punkte entfernt - und seit 216 Minuten ohne Gegentor. «Wir sind im Aufwärtstrend, spielen zu Hause, warum sollte nicht auch gegen Schalke ein Erfolg möglich sein», so Nikolce Noveski im Hinblick auf das Spiel gegen die Königsblauen selbstbewusst.

Schalke 04 hat mittlerweile fünf Siege hintereinander geschafft und letztes Wochenende als Krönung die Tabellenspitze erobert. Auch darauf gründet wohl die Gelassenheit, mit der Schalke-Torwart Frank Rost unter der Woche die Spitzen aus München zu kontern wusste: «Was Ballack sagt, interessiert mich überhaupt nicht. Uns muss erst mal einer schlagen.» Von den Trainingseindrücken macht Trainer Ralf Rangnick es abhängig, ob erneut Sven Vermant oder der zuletzt gesperrte Christian Poulsen im Mittelfeld beginnen wird.

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