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Boonen gewinnt zweite Tour-Etappe

Der Belgier Tom Boonen hat die zweite Etappe der Tour de France gewonnen. Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters verteidigte der US-Amerikaner David Zabriskie. Jan Ullrich und Lance Armstrong kamen im Hauptfeld an.

David Zabriskie hat beim Tagessieg des Belgiers Tom Boonen das am Vortag eroberte Gelbe Trikot auf der zweiten Etappe der Tour de France erfolgreich verteidigt. Auf dem zweiten Teilstück über 181,5km von Challans nach Les Essarts wurde die "Woche der Sprinter" mit dem Triumph des 24 Jahre alten Quick-Step-Profis eingeleitet. Boonen verwies im Massensprint den Norweger Thor Hushovd und Robbie Mcewen aus Australien auf die Plätze und unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen auf das Grüne Trikot. Gerolsteiner-Sprinter Peter Wrolich blieb als Siebtplatzierter chancenlos.

Für Boonen war es der zwölfte Saisonsieg und der dritte Etappenerfolg bei der Tour de France. Dabei war ein Start des diesjährigen Gewinners der Flandern-Rundfahrt und von Paris-Roubaix kurzzeitig sogar fraglich. Heftige Zahnschmerzen hatten Boonen, der durch seinen Sieg auch das Grüne Trikot überstreifen durfte, fast zur Aufgabe gezwungen.

Favoriten im Hauptfeld

T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich, Lance Armstrong und alle weiteren Favoriten auf den Gesamtsieg erreichten indes das Ziel im Hauptfeld. So verteidigte auch David Zabriskie vom Team CSC das Gelbe Trikot des Gesamtersten erfolgreich, nachdem er am Vortag das Auftaktzeitfahren über 19 km auch begünstigt durch bessere Windverhältnisse mit zwei Sekunden Vorsprung vor Armstrong gewonnen hatte. 55 Sekunden zurück ist T-Mobile-Profi Alexander Winokurow weiter Dritter.

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Der Showdown im Kampf gegen die Uhr auf der Atlantikinsel Noirmoutier-en-l´Ile sorgte auch am Sonntag noch für Gesprächsstoff. Vor allem der deutliche Rückstand von Ullrich, der 1:06 Minuten auf Armstrong verloren hatte, gab Anlass zu Diskussionen. "Eine psychische Sache" nach dem Sturz am Freitag, mutmaßte T-Mobile-Teamarzt Lothar Heinrich als Grund für die deutliche Niederlage: "Ich denke nicht, dass die Verletzung das Problem war." Ullrich war indes schon wieder besserer Laune. "Ich freue mich, dass die Tour jetzt richtig losgeht. Ich werde weiter kämpfen", sagte der 31-Jährige vor dem Start.

Tempo gleich von Beginn an

Richtig los ging es auf der zweiten Etappe bereits gleich am Anfang. Frühzeitig hatte sich eine vierköpfige Spitzengruppe, angeführt vom französischen Jungstar Thomas Voeckler, vom Feld abgesetzt. Der letztjährige Träger des Gelben Trikots (10 Tage) sowie der Ungar Laszlo Bodrogi, WM-Dritter im Zeitfahren von 2000, David Canada aus Spanien und der Franzose Sylvain Calzati fuhren zwischenzeitlich einen Vorsprung von über vier Minuten heraus.

Im Feld hatte allerdings die CSC-Mannschaft alles unter Kontrolle und drückte frühzeitig auf das Tempo. Dabei ließ sich auch immer wieder Jens Voigt, am Samstag als Achter im Zeitfahren bester Deutscher, immer wieder an der Spitze blicken. Sechs Kilometer vor dem Ziel waren die Ausreißer schließlich gestellt, der Rest war Sache der Sprinter.

Auch auf der dritten Etappe kommen wieder die Sprinter zum Zug. Auf dem 212,5km langen und äußerst flachen Teilstück verlässt das Peloton die Region Vendee und steuert Tours an. Jenem Ort, wo im Oktober stets der Klassiker Paris-Tours endet.

© SID

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