Borussia Dortmund bekommt noch mehr Ärger
Anlegerschützer werfen BVB Betrug vor

Im Fall des von der Insolvenz bedrohten Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund haben Anlegerschützer neue Vorwürfe erhoben. Wie das Deutsche Institut für Anlegerschutz (DIAS) mitteilte, soll im Emissionsprospekt des im April 2003 aufgelegten Stadionfonds Molsiris ein Geschäftsvorgang verschwiegen worden sein.

HB DORTMUND/BERLIN. Eine Sprecherin der Molsiris- Muttergesellschaft CommerzLeasing (Düsseldorf) wies die Vorwürfe zurück: "Wir haben uns nichts vorzuwerfen." Alles sei öffentlich zugänglich gewesen.

In dem Prospekt sei der BVB mit Hinweis auf den Jahresüberschuss 2001/02 als eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Fußballunternehmen in Deutschland bezeichnet worden, so DIAS. Dieses positive Ergebnis habe jedoch nur durch den Verkauf eines Stadion- Teils an eine Commerzbank-Tochter erzielt werden können. Das Geschäft sei später wieder rückgängig gemacht worden. "Ohne diese Transaktion hätte der BVB ein Minus von 21,5 Millionen Euro in der Kasse gehabt", hieß es. Der ganze Vorgang gehe in Richtung Kapitalanlagebetrug, sagte DIAS-Geschäftsführer Volker Pietsch. Strafanzeige wolle man jedoch nicht erstatten.

Die Fondsgesellschaft Molsiris hatte das Westfalenstadion vor zwei Jahren zu 94  Prozent übernommen und an den Verein vermietet. Der Fonds hat 5800 Anteilseigner, die bei einer außerordentlichen Versammlung am kommenden Montag in Düsseldorf einer Mietstundung und der Freigabe eines knapp 52 Millionen Euro schweren Bardepots zustimmen sollen. Neun Millionen Euro davon sollen den laufenden Spielbetrieb aufrechterhalten.

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