Boxen Amateure
Rahimow erreicht Finale im Bantamgewicht

Der deutsche Amateurboxer Rustam Rahimow hat bei den 13. Weltmeisterschaften in Mianyang das Finale im Bantamgewicht erreicht. Der 30 Jahre alte Faustkämpfer aus Velbert bezwang im Halbfinale Gary Allen Russel jr. (USA).

Bei den 13. Weltmeisterschaften in Mianyang präsentieren sich die deutschen Amateurboxer weiter in Top-Form. Im Bantamgewicht greift Rustam Rahimow nach Gold. Der 30-Jahre alte Faustkämpfer aus Velbert setzte sich im Halbfinale gegen den im bisherigen Turnierverlauf glänzenden US-Amerikaner Gary Allen Russel jr. überraschend deutlich mit 28:17-Punkten durch. Im Finale wartet auf Rahimow nun Olympiasieger und Weltmeister Guillermo Ortiz Rigondeaux aus Kuba. Schon mit dem Sieg gegen den Südkoreaner Yang Kwan Sik und dem Einzug in das Halbfinale hatte der älteste Athlet der Staffel des Deutschen Box-Verbandes (DBV) überrascht. Dagegen musste sich Schwergewichtler Alexander Powernow (Gifhorn) nach seiner 33:36-Punktniederlage im Halbfinale gegen Alexander Aleksejew (Russland) mit der Bronzemedaille begnügen

Ranze: "Bester Rustam, den es bisher gab"

"Ich bin wahnsinnig glücklich. Das ist ein Riesenerfolg", sagte ein strahlender Rahimow nach seiner beeindruckenden Vorstellung gegen den US-Amerikaner. Der deutsche Meister knüpfte im Halbfinale an seine guten Leistungen aus den Kämpfen zuvor an und ließ zu keiner Zeit Zweifel an seiner Vorherrschaft im Ring aufkommen. "Das ist der beste Rustam, den es bisher gab. Er ist ganz souverän durchs Turnier gezogen", erklärte Chef-Bundestrainer Helmut Ranze (Worms).

Ob es für den Sportsoldaten allerdings am Sonntag zum ganz großen Coup reicht, darf bezweifelt werden. Immerhin trifft der gebürtige Tadschike auf keinen Geringeren als den Kubaner Rigondeaux, der die Klasse bis 54kg seit Jahren beherrscht. "Rigondeaux ist eine Klasse für sich. Im Halbfinale musste er erstmals über die volle Distanz gehen. Er konnte sich bislang seine Kräfte gut einteilen", meinte Ranze.

Bronze vor zwei Jahren

Dennoch, chancenlos ist Rahimow gegen den zweimaligen Olympiasieger und amtierenden Weltmeister von der Zuckerinsel nicht. Seit zwei Jahren gehört der Velberter Bundesliga-Boxer zum erweiterten Kreis der internationalen Elite und hat sich bei den Punktrichtern mittlerweile einen Namen gemacht. Bei der WM vor zwei Jahren in Bangkok holte er Bronze, von den Olympischen Spielen 2004 in Athen kehrte er ebenfalls mit einer Bronzemedaille heim.

Bronze hieß es am Ende auch für den zweiten von insgesamt acht deutschen Boxern, der die Runde der letzten Vier erreicht hatte. Der Gifhorner Powernow musste sich im Schwergewicht dem WM-Zweiten von Bangkok, Aleksejew aus Russland, hauchdünn geschlagen geben. "Nach der dritten Runde hatte es noch 25:25 gestanden", sagte Ranze, der mitgepunktet hatte. Am Ende hatte Powernow nur ganz knapp das Nachsehen. "Schade, aber für ihn ist die Bronzemedaille bereits ein großer Erfolg. Im Viertelfinale beim Punktsieg über den Kubaner Luiz Ortiz Alarcon hat er bereits eine Weltklasse-Leistung gezeigt", so Ranze.

© SID

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